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1 Woche

Tobias Stockhoff

Informationen zur Rathaussanierung bzw. zum Rathausanbau

Einstimmiger Beschluss des Rates: Rathaus wird saniert, Mietflächen werden durch Eigentum in einem Anbau ersetzt - Im alten Verwaltungsgebäude werden statische und Brandschutzmängel beseitigt - Bau ohne kostspielige Container-Zwischenlösungen

Die Stadt Dorsten wird das Rathaus am Gemeindedreieck sanieren sowie für die bisher angemieteten Büroflächen im Gebäudekomplex Bismarckstraße 1 - 19 und an der Haltener Straße 28 einen Anbau errichten. Diesen grundsätzlichen Beschluss fasste der Rat am Mittwoch einstimmig in nicht öffentlicher Sitzung.

Das Rathaus in Dorsten wurde 1956 gebaut und muss insbesondere aus Gründen der Sicherheit und des Brandschutzes zwingend saniert werden. Der Erhalt des Gebäudes steht dabei nicht zur Diskussion: Seit 2017 ist das Rathaus als Denkmal geschützt.

Wohl kaum ein öffentliches Gebäude in Dorsten ist in einem schlechteren Zustand als das Rathaus am Gemeindedreieck. In den letzten Jahren wurde hier nur das Nötigste investiert. Nun ist eine Sanierung aber unausweichlich, um eine Gefährdung von Mitarbeitern und Besuchern auszuschließen. Unter anderem müssen die Geschossdecken aus Gründen des Brandschutzes und der Statik ertüchtigt werden. Hinzu kommen energetische Defizite und funktionale Mängel (z. B. Barrierefreiheit).

Mit der Suche nach einer Lösung für diese Herausforderung hat die Stadt über ein Förderprogramm des Landes NRW die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young Real Estate GmbH in Düsseldorf beauftragt. Im Ergebnis kommt das Unternehmen zu dem Schluss, dass eine Sanierung des Rathauses wirtschaftlich möglich und vertretbar ist. Im Rahmen dieser Untersuchung hat das Unternehmen auch vorgeschlagen, die gemieteten Büroflächen durch Eigentum zu ersetzen statt weiterhin Miete zu bezahlen.

Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die nach einem Leitfaden des NRW-Finanzministeriums erstellt worden ist, hatte als Ergebnis, dass Sanierung des Altgebäudes und Ersatz der Mietflächen durch einen Anbau die günstigste Variante ist.

Kämmerer Hubert Große-Ruiken: „Jeder weiß, dass eine Mietzahlung immer auch eine Rendite für den Vermieter beinhaltet und die Mieten überdies stets steigen. Die Wirtschaftsberatung hat darum vorgeschlagen, Eigentum zu schaffen statt weiterhin Miete zu zahlen. Viele kennen das sicherlich aus eigenem Erleben oder aus der Familie: Jeder stellt sich irgendwann die Frage, ob es auf Dauer nicht günstiger ist, ein Haus zu bauen oder zu kaufen.“

Von den rund 500 Büro-Arbeitsplätzen der Stadtverwaltung am Gemeindedreieck sind nur 175 im Rathaus untergebracht, mit 325 die weit größere Zahl allerdings im Gebäude Bismarckstraße 1 - 19 (so genannter „Rundbau“ am Gemeindedreieck) und im Haus Halterner Straße 28. Diese Gebäude sind seit Jahren angemietet.

Der Rathaus-Anbau lässt sich aus der eingesparten Miete finanzieren und soll nach 25 Jahren abbezahlt sein. Mit Eigentum ist die Stadt gegen Mieterhöhungen gewappnet und es werden finanzielle Ressourcen frei, die dann für andere öffentliche Aufgaben zur Verfügung stehen.

Der Altbau (nach Sanierung) und der Anbau sollen einen mittleren Standard erhalten. Bürgermeister Tobias Stockhoff: „Wir wollen keinen Luxus, benötigen aber vernünftige und angemessene Arbeitsplätze für die Kolleginnen und Kollegen, damit sie ihren Aufgaben für unsere Stadtgesellschaft nachkommen können, ohne sich täglich ärgern zu müssen über improvisierte Kabelschächte, bis auf den Faden abgewetzte Bodenbeläge oder Risse in den Wänden. Wichtig an dieser Stelle: Da sich der Rathausanbau durch die ersparte Miete refinanziert, werden wir bei Schulsanierung und Bau von Kindergärten keine Abstriche machen. Es gibt bereits ein festes Investitionsprogramm bis 2022. Und danach wird es weitergehen.“

Der Rat hat bei der Handlungsvariante Sanierung und Errichtung eines Anbaus zudem entschieden, dass diese beiden Maßnahmen nicht gleichzeitig durchgeführt werden. Vielmehr soll zunächst der Anbau errichtet werden. Nach Fertigstellung werden dort zuerst die Mitarbeiter aus dem Rathaus einziehen, das danach saniert wird. Technischer Beigeordneter Holger Lohse: „Auf diese Weise zieht sich die Gesamtmaßnahme zwar in die Länge, dafür werden wir in der Bauzeit keine Bürocontainer anmieten oder andere kostspielige Zwischenlösungen suchen müssen.“

Zusätzliche Information:

Die Gesamtkosten für die Sanierung des „alten“ Rathauses sowie die Errichtung des Anbaus werden nach erster Kalkulation und heutigem Preisniveau im Bausektor rund 40 Millionen Euro betragen. Die Stadt wird sich um Fördermittel (etwa für Denkmalschutz oder Energiesparmaßnahmen) bemühen. Die Möglichkeit, ein zusätzliches Parkdeck zu errichten, ist in dieser Summe bereits enthalten.
Zeitliche Perspektive: Die konkrete Planung und die Vergabe der Bauaufträge wird voraussichtlich bis 2021 dauern. Danach folgen aufeinander die Errichtung des Anbaus und danach die Sanierung des Altgebäudes.

Vergleich mit den Kostenschätzungen für Neubau oder Sanierung des Kreishauses: Berechnet auf je einen Quadratmeter Bruttogeschossfläche liegen diese geschätzten Summen deutlich unter den Kalkulationen für Sanierung oder Neubau des Kreishauses Recklinghausen. Die Sanierung des Rathauses in Dorsten wird je Quadratmeter über 1000 Euro günstiger als beim Kreishaus. Der neu errichtete Anbau liegt in Dorsten je Quadratmeter um gut 700 Euro unter der Kostenschätzung für das Kreishaus.

Warum wurde die Entscheidung nicht öffentlich getroffen?
Um beurteilen zu können, ob der Anbau wirtschaftlich ist, müssen die Baukosten ins Verhältnis zu den Mietzahlungen gesetzt werden. Diese Zahlungen an einen privaten Dritten sind schützenswerte Daten und berühren wesentliche wirtschaftliche Interessen des Eigentümers. Deshalb dürfen auch keine detaillierten absoluten Vergleichszahlen genannt werden, da sich daraus die Mietzahlungen errechnen ließen.

---

Wichtige Fragen und Antworten:

Was wurde am Mittwoch im Rat beschlossen?
Ausgangspunkt der Beschäftigung mit diesem Thema war der erbärmliche Zustand unseres Stammgebäudes Halterner Straße 5. Dabei geht es nicht nur um Optik und Komfort, sondern um die dauerhafte Standfestigkeit der Decken und Brandschutz, um energetische Fragen und nachhaltigen Betrieb.

 Der Rat hat darum beschlossen, dass das Rathaus mit seinen heute etwa 175 Arbeitsplätzen umfassend saniert wird.

 Der Rat hat außerdem beschlossen, dass die bislang angemieteten Räume für etwa 325 Arbeitsplätze in den Gebäuden Bismarckstraße 1-19 und Halterner Straße 28 aufgegeben werden und stattdessen ein Anbau am Rathaus errichtet wird.

Über welches Gebäude reden wir?
Das Rathaus in Dorsten wurde 1956 gebaut und muss insbesondere aus Gründen der Sicherheit und des Brandschutzes dringend saniert werden. Der Erhalt des Gebäudes steht dabei nicht zur Diskussion: Seit 2017 steht unser Rathaus als Beispiel der Baukunst jener Zeit unter Denkmalschutz.

Warum ist das Rathaus in so erbärmlichem Zustand?
Kaum ein anderes öffentliches Gebäude in Dorsten ist in einem schlechteren Zustand. In Zeiten knapper Kassen haben wir nur das Nötigste in unsere Gebäude investiert. Nun ist allerdings ein Punkt erreicht, an dem wir eine Sanierung zwingend durchführen müssen. Die auslösende Einzelmaßnahme ist dabei die Ertüchtigung der Geschossdecken – eine Forderung für eine dauerhafte Tragfähigkeit und des Brandschutzes.

Warum wird in Dorsten über einen Anbau gesprochen?
Von den rund 500 Büro-Arbeitsplätzen der Stadtverwaltung am Gemeindedreieck sind nur 175 im Rathaus untergebracht, mit 325 die weit größere Zahl allerdings im Gebäude Bismarckstraße 1-19 (so genannter „Rundbau“ am Gemeindedreieck) und im Haus Halterner Straße 28. Diese Gebäude sind seit Jahren angemietet. Aus wirtschaftlichen Überlegungen hat die uns beratende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgeschlagen, die Mieträume durch Eigentum zu ersetzen.

Jeder weiß, dass eine Mietzahlung immer auch eine Rendite für den Vermieter beinhaltet. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat darum vorgeschlagen, Eigentum zu schaffen statt weiterhin Miete zu zahlen. Sie kennen das sicherlich aus eigenem Erleben oder aus der Familie: Jeder stellt sich irgendwann die Frage, ob es auf Dauer nicht günstiger ist, ein Haus zu bauen oder zu kaufen.

Was kosten Sanierung und Neubau?
Wir gehen heute davon aus, dass die gesamte Lösung dieser Zukunftsfrage um 40 Millionen Euro kosten wird. Darin sind bereits Reserven eingerechnet und es ist bereits die Möglichkeit enthalten, ein zusätzliches Parkdeck zu errichten. Die Berechnung zu diesem frühen „Planungsstand“ beruht auf sorgfältig validierten Benchmarks, Erfahrungswerten, Kennzahlen und begründeten Annahmen.

Ist das am Ende wirklich wirtschaftlich?
Die darin enthaltene Sanierung des Stammgebäudes ist zwingend notwendig. Der Anbau kann aus den jetzigen Mietzahlungen finanziert werden. Mittelfristig sparen wir dabei jährlich einen sechsstelligen Betrag. Der Anbau soll nach 25 Jahren abbezahlt sein. Danach fällt die Belastung ganz weg. Hinzu kommt, dass durch den höheren energetischen Standard des Neubaus bzw. des sanierten Stammgebäudes die Unterhalts- und Energiekosten sinken.

Wir wollen die Kosten dabei gering halten. Für Bau und Ausstattung ist ein „mittlerer Standard“ angesetzt, für den es Kennzahlen gibt. Die Sanierung des Stammgebäudes etwa ist mit 1500 Euro pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche angesetzt. Das liegt weit unter aktuellen vergleichbaren Projekten etwa in Bocholt (2640 €/m² BGF), Marl (2200 €/m² BGF), Witten (2100 € / m² BGF) oder Kreis Recklinghausen (2600 € / m² BGF – wobei der Kreis bekanntlich die Variante „Sanierung“ aktuell nicht verfolgt, sondern einen Neubau des Kreishauses anstrebt).

Wie lange dauert die Umsetzung des Gesamtpakets?
Mit dem Grundsatzbeschluss stehen wir am Anfang eines mehrere Jahre dauernden Weges. Ich nenne darum noch keine Zeitpläne. Sagen können wir allerdings schon, welche Schritte auf diesem Weg grundsätzlich vor uns liegen:

• Planungsphase (Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses, Auftragsvergabe an ein Planungsbüro, Ausschreibung der konkreten Bauaufträge und Vergabe).
• Erste Bauphase: Errichtung des neuen Anbaus.
• Umzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Rathaus Halterner Straße 5 in den Neubau
• Zweite Bauphase: Sanierung des Rathauses
• Umzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Gebäuden Bismarckstraße 1-19 sowie Halterner Straße 28 in die neuen bzw. sanierten Räumlichkeiten.

Was ist mit unseren Schulen und Kindergärten?
Hat das Projekt Auswirkungen auf andere Vorhaben?
Da sich der Rathausanbau durch die ersparte Miete refinanziert, werden wir keine Schulsanierung und keinen Bau eines Kindergartens verschieben oder streichen. Es gibt bereits ein festes Investitionsprogramm für Schulsanierungen bis 2022. Danach wird es weitergehen; wir warten derzeit auf die Ergebnisse der Bauzustandserhebungen, die der Rat letztes Jahr in Auftrag gegeben hat. Anschließend wird sich der Rat damit befassen, welche Sanierungsmaßnahmen nach 2022 beginnen.

Warum finden Sanierung und Errichtung des Anbaus nicht gleichzeitig statt?
Auf diesem Weg verlieren wir vielleicht Zeit, aber wir sparen Geld. Wenn erst der Anbau errichtet wird und dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufnehmen kann, die der Sanierung im Stammgebäude weichen müssen, können wir auf die Anmietung von Bürocontainern verzichten. Das hätte ansonsten über eine Million (!) Euro gekostet.
Dieser Weg ist vergleichbar mit der Sanierung der Gesamtschule Wulfen. Als Ausweichquartier haben wir seinerzeit die leer stehende Matthäusschule in Alt-Wulfen genutzt. Wir haben der Schulgemeinde damit zwar längere Wege und einige Unannehmlichkeiten zugemutet. Es wäre aber sehr teuer geworden, während der Bauzeit Mobilklassen am Standort aufzustellen.

Warum wurde die Grundsatzentscheidung in nicht öffentlicher Sitzung getroffen?
Für den Vergleich der verschiedenen Lösungsmodelle mussten die Kosten für den Anbau ins Verhältnis gesetzt werden zu den aktuellen Mietzahlungen. Diese Zahlen durften nicht öffentlich genannt werden, da sie die Interessen der Eigentümer der Mietobjekte berühren.

Im weiteren Verfahren wird noch eine Reihe weiterer Beschlüsse zu fassen sein, die unabhängig sind von Interessen und schützenswerten Daten Dritter. Diese Beratungen und Beschlussfassungen finden natürlich öffentlich statt.

Der Kreis wird für den Neubau des Kreishauses kritisiert – auch aus Dorsten.
Was ist bei der Erneuerung des Dorstener Verwaltungssitzes anders?

• Das Dorstener Rathaus ist 62, das Kreishaus erst 38 Jahre alt.

• Beim Dorstener Rathaus reden wir über eine Sanierung für 1500 Euro je Quadratmeter Bruttogeschossfläche.
Beim Kreishaus wurde die Sanierung mit 2600 € / m² BGF veranschlagt, der Neubau, der aktuell Beschlusslage ist, mit gut 3000 €.

• Die Stadt Dorsten gibt Mieträume auf und schafft mit dem Anbau Eigentum, das aus den Mietzahlungen finanziert werden kann.
Der Kreis Recklinghausen verfügt schon über Eigentum, dass er aufgeben will, um an anderer Stelle neu zu bauen.

• Der Kreis Recklinghausen hat praktisch keine eigenen Einnahmen – und finanziert sich darum durch eine Umlage, die von den zehn Städten zu zahlen ist. Grob gesagt: Von zehn Euro, die der Kreis ausgibt, kommt einer aus Dorsten. In Zeiten der Haushaltssanierung wurde in den letzten Jahren immer wieder darüber diskutiert, dass Umlageverbände wie der Kreis ihre Kosten nicht einfach an notleidende Städte weiterreichen dürfen, ohne sich selbst deren Sparzwängen zu verpflichten.
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Informationen zur Rathaussanierung bzw. zum Rathausanbau  Einstimmiger Beschluss des Rates: Rathaus wird saniert, Mietflächen werden durch Eigentum in einem Anbau ersetzt - Im alten Verwaltungsgebäude werden statische und Brandschutzmängel beseitigt - Bau ohne kostspielige Container-Zwischenlösungen  Die Stadt Dorsten wird das Rathaus am Gemeindedreieck sanieren sowie für die bisher angemieteten Büroflächen im Gebäudekomplex Bismarckstraße 1 - 19 und an der Haltener Straße 28 einen Anbau errichten. Diesen grundsätzlichen Beschluss fasste der Rat am Mittwoch einstimmig in nicht öffentlicher Sitzung.  Das Rathaus in Dorsten wurde 1956 gebaut und muss insbesondere aus Gründen der Sicherheit und des Brandschutzes zwingend saniert werden. Der Erhalt des Gebäudes steht dabei nicht zur Diskussion: Seit 2017 ist das Rathaus als Denkmal geschützt.  Wohl kaum ein öffentliches Gebäude in Dorsten ist in einem schlechteren Zustand als das Rathaus am Gemeindedreieck. In den letzten Jahren wurde hier nur das Nötigste investiert. Nun ist eine Sanierung aber unausweichlich, um eine Gefährdung von Mitarbeitern und Besuchern auszuschließen. Unter anderem müssen die Geschossdecken aus Gründen des Brandschutzes und der Statik ertüchtigt werden. Hinzu kommen energetische Defizite und funktionale Mängel (z. B. Barrierefreiheit).  Mit der Suche nach einer Lösung für diese Herausforderung hat die Stadt über ein Förderprogramm des Landes NRW die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young Real Estate GmbH in Düsseldorf beauftragt. Im Ergebnis kommt das Unternehmen zu dem Schluss, dass eine Sanierung des Rathauses wirtschaftlich möglich und vertretbar ist. Im Rahmen dieser Untersuchung hat das Unternehmen auch vorgeschlagen, die gemieteten Büroflächen durch Eigentum zu ersetzen statt weiterhin Miete zu bezahlen.  Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die nach einem Leitfaden des NRW-Finanzministeriums erstellt worden ist, hatte als Ergebnis, dass Sanierung des Altgebäudes und Ersatz der Mietflächen durch einen Anbau die günstigste Variante ist.  Kämmerer Hubert Große-Ruiken: „Jeder weiß, dass eine Mietzahlung immer auch eine Rendite für den Vermieter beinhaltet und die Mieten überdies stets steigen. Die Wirtschaftsberatung hat darum vorgeschlagen, Eigentum zu schaffen statt weiterhin Miete zu zahlen. Viele kennen das sicherlich aus eigenem Erleben oder aus der Familie: Jeder stellt sich irgendwann die Frage, ob es auf Dauer nicht günstiger ist, ein Haus zu bauen oder zu kaufen.“  Von den rund 500 Büro-Arbeitsplätzen der Stadtverwaltung am Gemeindedreieck sind nur 175 im Rathaus untergebracht, mit 325 die weit größere Zahl allerdings im Gebäude Bismarckstraße 1 - 19 (so genannter „Rundbau“ am Gemeindedreieck) und im Haus Halterner Straße 28. Diese Gebäude sind seit Jahren angemietet.  Der Rathaus-Anbau lässt sich aus der eingesparten Miete finanzieren und soll nach 25 Jahren abbezahlt sein. Mit Eigentum ist die Stadt gegen Mieterhöhungen gewappnet und es werden finanzielle Ressourcen frei, die dann für andere öffentliche Aufgaben zur Verfügung stehen.  Der Altbau (nach Sanierung) und der Anbau sollen einen mittleren Standard erhalten. Bürgermeister Tobias Stockhoff: „Wir wollen keinen Luxus, benötigen aber vernünftige und angemessene Arbeitsplätze für die Kolleginnen und Kollegen, damit sie ihren Aufgaben für unsere Stadtgesellschaft nachkommen können, ohne sich täglich ärgern zu müssen über improvisierte Kabelschächte, bis auf den Faden abgewetzte Bodenbeläge oder Risse in den Wänden. Wichtig an dieser Stelle: Da sich der Rathausanbau durch die ersparte Miete refinanziert, werden wir bei Schulsanierung und Bau von Kindergärten keine Abstriche machen. Es gibt bereits ein festes Investitionsprogramm bis 2022. Und danach wird es weitergehen.“  Der Rat hat bei der Handlungsvariante Sanierung und Errichtung eines Anbaus zudem entschieden, dass diese beiden Maßnahmen nicht gleichzeitig durchgeführt werden. Vielmehr soll zunächst der Anbau errichtet werden. Nach Fertigstellung werden dort zuerst die Mitarbeiter aus dem Rathaus einziehen, das danach saniert wird. Technischer Beigeordneter Holger Lohse: „Auf diese Weise zieht sich die Gesamtmaßnahme zwar in die Länge, dafür werden wir in der Bauzeit keine Bürocontainer anmieten oder andere kostspielige Zwischenlösungen suchen müssen.“  Zusätzliche Information:  Die Gesamtkosten für die Sanierung des „alten“ Rathauses sowie die Errichtung des Anbaus werden nach erster Kalkulation und heutigem Preisniveau im Bausektor rund 40 Millionen Euro betragen. Die Stadt wird sich um Fördermittel (etwa für Denkmalschutz oder Energiesparmaßnahmen) bemühen. Die Möglichkeit, ein zusätzliches Parkdeck zu errichten, ist in dieser Summe bereits enthalten.
Zeitliche Perspektive: Die konkrete Planung und die Vergabe der Bauaufträge wird voraussichtlich bis 2021 dauern. Danach folgen aufeinander die Errichtung des Anbaus und danach die Sanierung des Altgebäudes.  Vergleich mit den Kostenschätzungen für Neubau oder Sanierung des Kreishauses: Berechnet auf je einen Quadratmeter Bruttogeschossfläche liegen diese geschätzten Summen deutlich unter den Kalkulationen für Sanierung oder Neubau des Kreishauses Recklinghausen. Die Sanierung des Rathauses in Dorsten wird je Quadratmeter über 1000 Euro günstiger als beim Kreishaus. Der neu errichtete Anbau liegt in Dorsten je Quadratmeter um gut 700 Euro unter der Kostenschätzung für das Kreishaus.  Warum wurde die Entscheidung nicht öffentlich getroffen? 
Um beurteilen zu können, ob der Anbau wirtschaftlich ist, müssen die Baukosten ins Verhältnis zu den Mietzahlungen gesetzt werden. Diese Zahlungen an einen privaten Dritten sind schützenswerte Daten und berühren wesentliche wirtschaftliche Interessen des Eigentümers. Deshalb dürfen auch keine detaillierten absoluten Vergleichszahlen genannt werden, da sich daraus die Mietzahlungen errechnen ließen.  ---  Wichtige Fragen und Antworten:  Was wurde am Mittwoch im Rat beschlossen?
Ausgangspunkt der Beschäftigung mit diesem Thema war der erbärmliche Zustand unseres Stammgebäudes Halterner Straße 5. Dabei geht es nicht nur um Optik und Komfort, sondern um die dauerhafte Standfestigkeit der Decken und Brandschutz, um energetische Fragen und nachhaltigen Betrieb.   Der Rat hat darum beschlossen, dass das Rathaus mit seinen heute etwa 175 Arbeitsplätzen umfassend saniert wird.   Der Rat hat außerdem beschlossen, dass die bislang angemieteten Räume für etwa 325 Arbeitsplätze in den Gebäuden Bismarckstraße 1-19 und Halterner Straße 28 aufgegeben werden und stattdessen ein Anbau am Rathaus errichtet wird.  Über welches Gebäude reden wir?
Das Rathaus in Dorsten wurde 1956 gebaut und muss insbesondere aus Gründen der Sicherheit und des Brandschutzes dringend saniert werden. Der Erhalt des Gebäudes steht dabei nicht zur Diskussion: Seit 2017 steht unser Rathaus als Beispiel der Baukunst jener Zeit unter Denkmalschutz.  Warum ist das Rathaus in so erbärmlichem Zustand?
Kaum ein anderes öffentliches Gebäude in Dorsten ist in einem schlechteren Zustand. In Zeiten knapper Kassen haben wir nur das Nötigste in unsere Gebäude investiert. Nun ist allerdings ein Punkt erreicht, an dem wir eine Sanierung zwingend durchführen müssen. Die auslösende Einzelmaßnahme ist dabei die Ertüchtigung der Geschossdecken – eine Forderung für eine dauerhafte Tragfähigkeit und des Brandschutzes.  Warum wird in Dorsten über einen Anbau gesprochen?
Von den rund 500 Büro-Arbeitsplätzen der Stadtverwaltung am Gemeindedreieck sind nur 175 im Rathaus untergebracht, mit 325 die weit größere Zahl allerdings im Gebäude Bismarckstraße 1-19 (so genannter „Rundbau“ am Gemeindedreieck) und im Haus Halterner Straße 28. Diese Gebäude sind seit Jahren angemietet. Aus wirtschaftlichen Überlegungen hat die uns beratende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgeschlagen, die Mieträume durch Eigentum zu ersetzen.  Jeder weiß, dass eine Mietzahlung immer auch eine Rendite für den Vermieter beinhaltet. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat darum vorgeschlagen, Eigentum zu schaffen statt weiterhin Miete zu zahlen. Sie kennen das sicherlich aus eigenem Erleben oder aus der Familie: Jeder stellt sich irgendwann die Frage, ob es auf Dauer nicht günstiger ist, ein Haus zu bauen oder zu kaufen.  Was kosten Sanierung und Neubau?
Wir gehen heute davon aus, dass die gesamte Lösung dieser Zukunftsfrage um 40 Millionen Euro kosten wird. Darin sind bereits Reserven eingerechnet und es ist bereits die Möglichkeit enthalten, ein zusätzliches Parkdeck zu errichten. Die Berechnung zu diesem frühen „Planungsstand“ beruht auf sorgfältig validierten Benchmarks, Erfahrungswerten, Kennzahlen und begründeten Annahmen.  Ist das am Ende wirklich wirtschaftlich?
Die darin enthaltene Sanierung des Stammgebäudes ist zwingend notwendig. Der Anbau kann aus den jetzigen Mietzahlungen finanziert werden. Mittelfristig sparen wir dabei jährlich einen sechsstelligen Betrag. Der Anbau soll nach 25 Jahren abbezahlt sein. Danach fällt die Belastung ganz weg. Hinzu kommt, dass durch den höheren energetischen Standard des Neubaus bzw. des sanierten Stammgebäudes die Unterhalts- und Energiekosten sinken.  Wir wollen die Kosten dabei gering halten. Für Bau und Ausstattung ist ein „mittlerer Standard“ angesetzt, für den es Kennzahlen gibt. Die Sanierung des Stammgebäudes etwa ist mit 1500 Euro pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche angesetzt. Das liegt weit unter aktuellen vergleichbaren Projekten etwa in Bocholt (2640 €/m² BGF), Marl (2200 €/m² BGF), Witten (2100 € / m² BGF) oder Kreis Recklinghausen (2600 € / m² BGF – wobei der Kreis bekanntlich die Variante „Sanierung“ aktuell nicht verfolgt, sondern einen Neubau des Kreishauses anstrebt).  Wie lange dauert die Umsetzung des Gesamtpakets?
Mit dem Grundsatzbeschluss stehen wir am Anfang eines mehrere Jahre dauernden Weges. Ich nenne darum noch keine Zeitpläne. Sagen können wir allerdings schon, welche Schritte auf diesem Weg grundsätzlich vor uns liegen:  • Planungsphase (Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses, Auftragsvergabe an ein Planungsbüro, Ausschreibung der konkreten Bauaufträge und Vergabe).
• Erste Bauphase: Errichtung des neuen Anbaus.
• Umzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Rathaus Halterner Straße 5 in den Neubau
• Zweite Bauphase: Sanierung des Rathauses
• Umzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Gebäuden Bismarckstraße 1-19 sowie Halterner Straße 28 in die neuen bzw. sanierten Räumlichkeiten.  Was ist mit unseren Schulen und Kindergärten?
Hat das Projekt Auswirkungen auf andere Vorhaben?
Da sich der Rathausanbau durch die ersparte Miete refinanziert, werden wir keine Schulsanierung und keinen Bau eines Kindergartens verschieben oder streichen. Es gibt bereits ein festes Investitionsprogramm für Schulsanierungen bis 2022. Danach wird es weitergehen; wir warten derzeit auf die Ergebnisse der Bauzustandserhebungen, die der Rat letztes Jahr in Auftrag gegeben hat. Anschließend wird sich der Rat damit befassen, welche Sanierungsmaßnahmen nach 2022 beginnen.  Warum finden Sanierung und Errichtung des Anbaus nicht gleichzeitig statt?
Auf diesem Weg verlieren wir vielleicht Zeit, aber wir sparen Geld. Wenn erst der Anbau errichtet wird und dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufnehmen kann, die der Sanierung im Stammgebäude weichen müssen, können wir auf die Anmietung von Bürocontainern verzichten. Das hätte ansonsten über eine Million (!) Euro gekostet.
Dieser Weg ist vergleichbar mit der Sanierung der Gesamtschule Wulfen. Als Ausweichquartier haben wir seinerzeit die leer stehende Matthäusschule in Alt-Wulfen genutzt. Wir haben der Schulgemeinde damit zwar längere Wege und einige Unannehmlichkeiten zugemutet. Es wäre aber sehr teuer geworden, während der Bauzeit Mobilklassen am Standort aufzustellen.  Warum wurde die Grundsatzentscheidung in nicht öffentlicher Sitzung getroffen?
Für den Vergleich der verschiedenen Lösungsmodelle mussten die Kosten für den Anbau ins Verhältnis gesetzt werden zu den aktuellen Mietzahlungen. Diese Zahlen durften nicht öffentlich genannt werden, da sie die Interessen der Eigentümer der Mietobjekte berühren.  Im weiteren Verfahren wird noch eine Reihe weiterer Beschlüsse zu fassen sein, die unabhängig sind von Interessen und schützenswerten Daten Dritter. Diese Beratungen und Beschlussfassungen finden natürlich öffentlich statt.  Der Kreis wird für den Neubau des Kreishauses kritisiert – auch aus Dorsten.
Was ist bei der Erneuerung des Dorstener Verwaltungssitzes anders?  • Das Dorstener Rathaus ist 62, das Kreishaus erst 38 Jahre alt.  • Beim Dorstener Rathaus reden wir über eine Sanierung für 1500 Euro je Quadratmeter Bruttogeschossfläche.
Beim Kreishaus wurde die Sanierung mit 2600 € / m² BGF veranschlagt, der Neubau, der aktuell Beschlusslage ist, mit gut 3000 €.  • Die Stadt Dorsten gibt Mieträume auf und schafft mit dem Anbau Eigentum, das aus den Mietzahlungen finanziert werden kann.
Der Kreis Recklinghausen verfügt schon über Eigentum, dass er aufgeben will, um an anderer Stelle neu zu bauen.  • Der Kreis Recklinghausen hat praktisch keine eigenen Einnahmen – und finanziert sich darum durch eine Umlage, die von den zehn Städten zu zahlen ist. Grob gesagt: Von zehn Euro, die der Kreis ausgibt, kommt einer aus Dorsten. In Zeiten der Haushaltssanierung wurde in den letzten Jahren immer wieder darüber diskutiert, dass Umlageverbände wie der Kreis ihre Kosten nicht einfach an notleidende Städte weiterreichen dürfen, ohne sich selbst deren Sparzwängen zu verpflichten.

 

Kommentar auf Facebook

Was ich mich Frage ist,wie kann man alles erst so verkommen lassen ?

Sehr transparent erklärt, Tobias Stockhoff. Gutes Gelingen👍🏼 Frage mich aber gerade: Wo soll der Anbau hin?

Woher kommen die Gelder? Werden dann Grundbesitzabgaben und der Hebesatz bei den kleinen Arbeitern angepasst und erhöht?

und wenn es fertig ist wird es verkauft.. und wieder gemietet....

Wo soll das Rathaus sein

Bravo! Wenn die Stadt auf eigenem Grundstück anbauen kann, ist es doch eine logische Konsequenz, die Anmietungen im Umfeld aufzugeben. Bestimmt eine gute Entscheidung. Respekt und Hochachtung dem Bürgermeister, der Verwaltung und dem Rat.

Gute Entscheidung ! Bei Mietobjekten wie Gebäuden für die Stadt Dorsten oder Gebäude für Einrichtungen des Landes ( z.B. ) Polizei etc. hat mich die Entscheidung Mietobjekte zu wählen schon immer verwundert. Zumal wenn Grundstücke im Eigenbesitz sind und dafür genutzt werden können.

Passendes Bild für die marode Hütte. War auch mehr als Zeit das da mal was gemacht wird. 👍

Gutes gelingen und Daumen Drücken, das alles so wird wie geplant, vor allem die Finanzierung.

Danke.

Viel Erfolg, lieber Tobi!

Gut erklärt Herr Stockhoff. Ich hoffe das die Wärme- und Kälteversorgung des alten und neuen Gebäudes mit modernster regenerativer Energie ausgestattet wird, um deutlich Energiekosten zu sparen. Als kleiner Tip das Grundwasser steht bei ca. 4m an und hat fast Trinkwasserqualität 😉.

Gut erklärt Herr Stockhoff. Ich hoffe das die Wärme- und Kälteversorgung des alten und neuen Gebäudes mit modernster regenerativer Energie ausgestattet wird in deutlich Energiekosten zu sparen. Als kleiner Tip das Grundwasser steht bei ca. 4m an und hat fast Trinkwasserqualität 😉.

Der Heizkörper kostet 75€

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4 Wochen

Junge Union Dorsten

Bei unserer heutigen Sitzung haben wir unter anderem über das Kreishaus diskutiert und einstimmig beschlossen, das Bürgerbegehren aktiv zu unterstützen!

#JU #JungeUnion #Dorsten #Kreishaus
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Bei unserer heutigen Sitzung haben wir unter anderem über das Kreishaus diskutiert und einstimmig beschlossen, das Bürgerbegehren aktiv zu unterstützen!  #JU #JungeUnion #Dorsten #Kreishaus

 

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Das ist eine sehr gute Entscheidung!

Dem schließen sich gaaanz viele an! 😊👍

10 Monate

Mittelstandsvereinigung Dorsten

Volles Haus - tolles Essen - super Stimmung - und Hendrik Wüst & Sven Volmering in Bestform 🙂

Es war mal wieder eine rundum gelungene Veranstaltung.

Hier einige Impressionen. Videos folgen 🙂

Danke an Vanessa Tempelmann & Andreas Heuser für die tollen Fotos 🙂
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Bürgermeister
Tobias Stockhoff

Liebe Besucherinnen und Besucher,
ich freue mich, dass Sie auf der Homepage der CDU Dorsten die Seite des Bürgermeisters der Stadt Dorsten aufgerufen haben und möchte Sie hier gerne über mich persönlich und über meine Funktion informieren.

Bürgermeister
Tobias Stockhoff

Liebe Besucherinnen und Besucher,
ich freue mich, dass Sie auf der Homepage der CDU Dorsten die Seite des Bürgermeisters der Stadt Dorsten aufgerufen haben und möchte Sie hier gerne über mich persönlich und über meine Funktion informieren.