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2 Stunden

Tobias Stockhoff

Herzlichen Dank - für unzählige persönliche und schriftliche Rückmeldung für Menschenwürde, Demokratie und Respekt anlässlich meiner Haushaltsrede. Ein besonderes Dankeschön geht an Stefan Diebäcker und die Dorstener Zeitung, die die Rede komplett abgedruckt haben und somit einen weiteren wichtigen Baustein für eine umfassende Diskussion und ein breites Bekenntnis für Menschenwürde, Demokratie und Respekt gelegt haben. Die vielen Rückmeldungen machen nicht nur mir Hoffnung, dass den Dorstenerinnen und Dorstenern ein Herzensanliegen ist, dass wir durch persönliches Engagement und klare demokratische Werte unsere Stadtgesellschaft zusammenhalten. Ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate, wo wir gemeinsam die notwendige Grundlage für Demokratie, Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung legen können.

---

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte meine diesjährige Haushaltsrede nutzen, um eine gesellschaftliche Entwicklung zu beleuchten, die viele Menschen in unserer Stadt, in der Verwaltung und auch im Stadtrat mit Sorgen erfüllt.

Und diese Entwicklung ist mit einer Frage verbunden:
Was hält unsere Gesellschaft, unsere Stadtgesellschaft zusammen?

Oder vielmehr:

Was hält unsere Gesellschaft, unsere Stadtgesellschaft NOCH zusammen?

Nicht nur die jüngsten Ereignisse in Chemnitz und Köthen lassen uns in den letzten Wochen aufmerken.

Wir stellen auch durch viele andere Ereignisse schon seit längerer Zeit fest, dass es keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass unser gesellschaftliches Miteinander sich an den Grundfesten Menschenwürde, Demokratie und Respekt orientiert.

Dass Grundlagen für einen vernünftigen Umgang miteinander bröckeln, ist leider auch in Dorsten Tag für Tag festzustellen.

Auch in unserer Stadt wurden Rettungssanitäter und Feuerwehrleute tätlich angegriffen.

Auch bei uns wird in Onlineforen ohne jede Scheu – und zumeist auch ohne Sachkenntnis und Verstand – gegen Ausländer, Andersdenkende oder Funktionsträger gepöbelt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

viele unserer Nachbarstädte haben mit Demonstrationen gegen rechts reagiert.

Die anschließenden Reaktionen – auch von Bürgerinnen und Bürgern, die nicht einer vermeintlichen Alternative nahestehen – zeigen mir allerdings, dass dieses notwendige Bekenntnis gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz zu wenig ist.

Im Gegenteil, manchmal ist es ein zusätzlicher Treibstoff für die Menschen, die nicht in einem freien, solidarischen und demokratischen Staat leben wollen.

Nehmen wir uns als Demokratinnen und Demokraten selber ernst, wenn nur pauschal 5 % der Menschen im Münsterland und bis zu 30 % der Menschen in Sachsen als rechts, als Faschisten oder Neonazis abgestempelt werden?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die hohlen Phrasen vieler rechtsextremer Funktionäre sind unerträglich, in weiten Teilen menschenverachtend. Und sie sind ein klarer Angriff auf unser demokratisches Zusammenleben.

Aber reicht es, wenn wir sagen, wir sind gegen etwas?
Reicht es, nur einige Probleme zu beschreiben – wenn wir zugleich andere Probleme ausblenden?
Sind wir damit glaubwürdig?

Nochmal, damit kein Missverständnis entsteht:
Wir müssen als wehrhafte Demokratinnen und Demokraten klar benennen, wo für uns eine rote Linie ist.
Eine Linie, die wir nicht bereit sind, übertreten zu lassen – egal von welchen Extremisten.

Ob von rechts oder von links, religiös oder politisch motiviert, von kriminellen Strukturen oder mit einem bürgerlichen Anzug getarnt.

Jeder Extremist ist Mist, liebe Kolleginnen und Kollegen.

Ich bin aber der festen Überzeugung:

Wir müssen uns mehr mit den Ursachen beschäftigen.
Wir müssen dahin gehen, wo es weh tut.
Wir müssen klarmachen, für was wir eigentlich stehen.

Das erste Gespräch zu diesem Thema möchte ich ganz bewusst mit den politischen Vertretern der Bürgerschaft führen. Viele Parteivorstände und Ratsmitglieder stehen seit Jahren engagiert und auch bei Gegenwind für die Grundwerte ein, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Wir sollten daher gemeinsam überlegen, wie wir noch stärker vermitteln können:
Dorsten steht für Menschenwürde, Demokratie und Respekt.

Nach diesem ersten Gespräch möchte ich gemeinsam mit Ihnen weitere Akteure ansprechen und die Diskussion breit führen.

Wir alle – die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt – müssen wieder stärker betonen, welche Werte uns wichtig sind.

Wir müssen sie notfalls auch verteidigen und widersprechen, wenn sogar die Gültigkeit von Grundwerten in Zweifel gezogen wird, die in unserem Grundgesetz an erster Stelle verankert sind.

Die drei Kernworte Menschenwürde, Demokratie und Respekt sind dabei für mich unverzichtbarer Bestandteil einer solchen Diskussion.

Das erste Kernwort – die Menschenwürde – ist dabei die Basis für alles. Sie steht nicht nur an der Spitze unseres Grundgesetzes in Artikel 1.

Nein, sie ist ein gottgegebenes Naturrecht oder ein humanistisches Grundrecht, welches von allen Menschen in einer Gesellschaft zu akzeptieren ist. PUNKT!

Die Menschenwürde ist nicht verhandelbar. Wir haben deshalb diese Würde bei keinem Menschen in Frage zu stellen.

Unser Stadtwappen auf der Uniform eines jeden Feuerwehrmannes schließt ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit ein. Getreu dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ setzt sich unsere Feuerwehr in jeder Situation für unsere Mitmenschen ein.
Im Notfall ist es egal, ob man denjenigen kennt, ob man ihn mag, was er denkt, wie er sich verhält. Wenn es etwa in einem Gefängnis brennt, retten Feuerwehrleute auch Menschen, die schwere Schuld auf sich geladen haben.
Auch wenn das Motto der Feuerwehr erkennbar einen Gottesbezug enthält: Mit dem Dienst in der Feuerwehr leben die Wehrangehörigen die keineswegs nur aus dem christlichen Menschenbild abgeleitete Freundes- und Feindesliebe. Insbesondere diese „Feindesliebe“ ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft: Jeder Mensch ist lebenswert, jeder verdient – ohne Ansehen der Person – unsere Unterstützung, wenn er in Not ist.

Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben uns diesen Gedanken im ersten Artikel unserer Verfassung ins Stammbuch geschrieben: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Feuerwehrleute helfen jedem Menschen. Sie schützen ihn oder retten ihn aus Gefahr: Das ist die grundlegende Basis für das Handeln unserer Feuerwehr. So zu denken, macht die Feuerwehr zu etwas ganz Besonderem. Dieses Denken ist großzügig und uneigennützig.

Dieses Denken macht die Kameradinnen und Kameraden zu Vorbildern. Zu Helfern, auf die sich die Bürgerinnen und Bürger jederzeit verlassen können.

Dieses Denken und auch Handeln gibt christlichen und humanistischen Werten ein Gesicht, macht den besonderen Schutz unseres Grundgesetzes für jedermann in den Frauen und Männern unserer Feuerwehr sichtbar.

Dieses Denken müssen sich alle Demokratinnen und Demokraten in unserer Stadt zu eigen machen.
Jeden Tag. In jeder Situation.

Gegenüber jedem Mitbürger:

Wir Dorstenerinnen und Dorstener akzeptieren es nicht, wenn die Würde eines Menschen in Gefahr ist.

• Wenn Menschen wie Vieh durch Straßen gehetzt werden.
• Wenn Frauen durch andere kulturelle Werte in ihrer Würde unterdrückt werden.
• Wenn die natürliche Würde eines jeden Menschen durch das Gefühl von Angst und Unsicherheit eingeschüchtert wird.

Auch das Prinzip Demokratie – der zweite Kern unserer Gesellschaft – ist für uns nicht verhandelbar.
Hier gilt nicht das Recht des Stärkeren.

Hier gilt der demokratische Rechtsstaat, der bei der Anwendung des Mehrheitsprinzips niemals den Schutz der Minderheit aus den Augen verliert.

Die Staatsform Demokratie ist in unserem Grundgesetz verbindlich festgelegt. Sie ist die Kernspielregel, wie wir in Bund, Ländern und Kommunen versuchen, Lösungen für die jeweiligen Probleme der Zeit zu suchen, zu diskutieren und abzustimmen.

Sie ist unweigerlich mit der Rechtsstaatlichkeit verbunden. Demokratie ohne Rechtsstaat wäre wie Liebe ohne Vertrauen.

Demokratisch heißt aber eben nicht, dass eine Regel nur so lange gut ist, wie ich davon persönlich profitiere.
Demokratisch bedeutet auch nicht immer die schnelle und einfache Lösung, wie uns von Menschen vorgegaukelt wird.
Demokratisch muss aber auch wieder stärker bedeuten, dass wir dort handeln, wo Handlungsbedarf besteht.
Wer sich gegen die Spielregeln stellt, wer das Gesetz verletzt, wer kriminell geworden ist, muss spüren, dass der Staat handlungsfähig ist.
Demokratisch müssen wieder Probleme klarer benannt und Handlungsalternativen in einem gesunden Wettbewerb der Ansätze abgewogen werden – ohne Populismus und Polemik.

Wir sind eine wehrhafte Demokratie. Das heißt auch, dass die staatliche Gemeinschaft klarer als in den letzten Jahren deutlich machen muss, wer das Heft des Handelns in der Hand hat.

Der Staat und nicht die Straße!

Das heißt für mich auch, dass wir in der Analyse von Problemen wieder ehrlicher sein müssen.

Die Analyse muss schonungslos, selbstkritisch und ehrlich erfolgen –

und die Lösungsfindung klug, nachhaltig und an der Sache orientiert.

Wir dürfen die Benennung von Problemen – auch in unserer Stadt – nicht denen überlassen, die diese Analyse für ihre Zwecke missbrauchen wollen.

Der dritte Begriff ist sicherlich am schwierigsten zu fassen. Denn Respekt taucht nur indirekt in unserer Verfassung und in unseren Gesetzen auf.

• Respekt vor dem anderen Menschen.
• Respekt vor der anderen Meinung.
• Respekt vor dem anderen Glauben.
• Respekt vor der anderen Gruppe.
• Respekt vor der Privatsphäre.
• Respekt vor der Eigenverantwortung des Menschen.
• Respekt vor dem Eigentum des anderen Menschen.
• Respekt vor den sozialen Herausforderungen des anderen Menschen.
• Respekt vor der Lebensleistung des anderen Menschen.
Respekt ist daher für mich die dritte Säule für ein gutes Zusammenleben.

All die gerade aufgeführten Punkte könnte ich mit dem entsprechenden Grundwert aus unserem Grundgesetz erläutern.

Ich möchte bewusst darauf verzichten.
Ich möchte keine Theoriediskussion führen.
Ich möchte vielmehr, dass wir praktisch unsere Grundwerte vorleben und den Menschen so die Vorteile für unser Zusammenleben glaubwürdig begründen und bezeugen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für mich sind diese drei Säulen, die drei Begriffe

• Menschenwürde
• Demokratie
• Respekt

die eigentliche Basis unseres Zusammenlebens.

Wir alle beobachten, dass der Umgang respektloser wird.
Von der abfälligen Bemerkung bis zum tätlichen Angriff auf Andersdenkende, Fremde, sogar Rettungskräfte reicht dabei das Spektrum.

Wir alle spüren, dass demokratische Ergebnisse nicht mehr akzeptiert werden.
Von der Baugenehmigung nach einem demokratischen Gesetz bis zur Entscheidung des Deutschen Bundestages.

Wir alle machen uns Sorgen, dass die Menschenwürde in Gefahr ist.
Von Flüchtlingen, die bei uns beschimpft werden bis zur Polizistin, die in Essen mit äußerster Brutalität von einem 14-jährigen Jungen mit Migrationshintergrund angegriffen wurde.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir müssen deutlich machen, für was wir stehen.
Wir müssen deutlich machen, für was wir eintreten.
Wir müssen deutlich machen, für was wir uns engagieren.

Ich würde mich daher freuen, wenn wir als Stadtrat einen gemeinsam mit den Bürgern entwickelten „Dorstener Appell“ verabschieden würden und die Bürgerschaft aufrufen, diesen zu unterschreiben.

Eine Art Selbstverpflichtung der Stadtgesellschaft, was die Bürgerinnen und Bürger in Dorsten tun und nicht tun.
Mein Ziel dabei:

„Tausende Bürgerinnen und Bürger für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“

Eine Selbstverpflichtung, die vom „man müsste“ zum „ich werde“ führt.
Eine Selbstverpflichtung, die bei uns selbst startet und nicht erst auf den anderen wartet.
Eine Selbstverpflichtung, die deutlich macht: Ich bin Teil der Stadtgesellschaft und kann diese positiv durch mein Wirken und Handeln beeinflussen.

Wenn in unserem Handeln die Stichworte „Solidarität“ und „Subsidiarität“ wieder eine neue Bedeutung bekommen, dann berufen wir zu einer solidarischen Freiheit.

Nicht mit moralisierenden Reden und Worten – sondern durch das glaubwürdige Vorleben in einer demokratischen Bürgergesellschaft.

In einer Gesellschaft, wo der Bürger erkennt, dass er ein Stück Stadt ist.

In einer Gesellschaft, wo die Politik erkennt, dass der Bürger ein unverzichtbarer Bestandteil der Meinungsbildung ist.

In einer Gesellschaft, wo Verwaltung erkennt, dass der Bürger in der Konsultation bei Herausforderungen ein essentieller Teil der Entwicklung der Problemlösung ist.
Das geht in dörflichen wie urbanen Strukturen unserer wunderschönen Stadt.

Die sozialräumliche Arbeit in der Ellerbruchsiedlung oder die dörfliche Gemeinschaft in den ländlichen Stadtteilen sind dabei leuchtende Beispiele.

Packen wir es an !

Leben wir Menschenwürde, Demokratie und Respekt.

Vielen Dank!
... mehr ansehenweniger ansehen

Herzlichen Dank - für unzählige persönliche und schriftliche Rückmeldung für Menschenwürde, Demokratie und Respekt anlässlich meiner Haushaltsrede. Ein besonderes Dankeschön geht an Stefan Diebäcker und die Dorstener Zeitung, die die Rede komplett abgedruckt haben und somit einen weiteren wichtigen Baustein für eine umfassende Diskussion und ein breites Bekenntnis für Menschenwürde, Demokratie und Respekt gelegt haben. Die vielen Rückmeldungen machen nicht nur mir Hoffnung, dass den Dorstenerinnen und Dorstenern ein Herzensanliegen ist, dass wir durch persönliches Engagement und klare demokratische Werte unsere Stadtgesellschaft zusammenhalten. Ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate, wo wir gemeinsam die notwendige Grundlage für Demokratie, Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung legen können.  ---  Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 
sehr geehrte Damen und Herren,  ich möchte meine diesjährige Haushaltsrede nutzen, um eine gesellschaftliche Entwicklung zu beleuchten, die viele Menschen in unserer Stadt, in der Verwaltung und auch im Stadtrat mit Sorgen erfüllt.  Und diese Entwicklung ist mit einer Frage verbunden:
Was hält unsere Gesellschaft, unsere Stadtgesellschaft zusammen?  Oder vielmehr:  Was hält unsere Gesellschaft, unsere Stadtgesellschaft NOCH zusammen?  Nicht nur die jüngsten Ereignisse in Chemnitz und Köthen lassen uns in den letzten Wochen aufmerken.  Wir stellen auch durch viele andere Ereignisse schon seit längerer Zeit fest, dass es keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass unser gesellschaftliches Miteinander sich an den Grundfesten Menschenwürde, Demokratie und Respekt orientiert.  Dass Grundlagen für einen vernünftigen Umgang miteinander bröckeln, ist leider auch in Dorsten Tag für Tag festzustellen.  Auch in unserer Stadt wurden Rettungssanitäter und Feuerwehrleute tätlich angegriffen.  Auch bei uns wird in Onlineforen ohne jede Scheu – und zumeist auch ohne Sachkenntnis und Verstand – gegen Ausländer, Andersdenkende oder Funktionsträger gepöbelt.  Liebe Kolleginnen und Kollegen,  viele unserer Nachbarstädte haben mit Demonstrationen gegen rechts reagiert.  Die anschließenden Reaktionen – auch von Bürgerinnen und Bürgern, die nicht einer vermeintlichen Alternative nahestehen – zeigen mir allerdings, dass dieses notwendige Bekenntnis gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz zu wenig ist.  Im Gegenteil, manchmal ist es ein zusätzlicher Treibstoff für die Menschen, die nicht in einem freien, solidarischen und demokratischen Staat leben wollen.  Nehmen wir uns als Demokratinnen und Demokraten selber ernst, wenn nur pauschal 5 % der Menschen im Münsterland und bis zu 30 % der Menschen in Sachsen als rechts, als Faschisten oder Neonazis abgestempelt werden?  Liebe Kolleginnen und Kollegen,  die hohlen Phrasen vieler rechtsextremer Funktionäre sind unerträglich, in weiten Teilen menschenverachtend. Und sie sind ein klarer Angriff auf unser demokratisches Zusammenleben.  Aber reicht es, wenn wir sagen, wir sind gegen etwas?
Reicht es, nur einige Probleme zu beschreiben – wenn wir zugleich andere Probleme ausblenden?
Sind wir damit glaubwürdig?  Nochmal, damit kein Missverständnis entsteht:
Wir müssen als wehrhafte Demokratinnen und Demokraten klar benennen, wo für uns eine rote Linie ist. 
Eine Linie, die wir nicht bereit sind, übertreten zu lassen – egal von welchen Extremisten.  Ob von rechts oder von links, religiös oder politisch motiviert, von kriminellen Strukturen oder mit einem bürgerlichen Anzug getarnt.  Jeder Extremist ist Mist, liebe Kolleginnen und Kollegen.  Ich bin aber der festen Überzeugung:  Wir müssen uns mehr mit den Ursachen beschäftigen.
Wir müssen dahin gehen, wo es weh tut.
Wir müssen klarmachen, für was wir eigentlich stehen.  Das erste Gespräch zu diesem Thema möchte ich ganz bewusst mit den politischen Vertretern der Bürgerschaft führen. Viele Parteivorstände und Ratsmitglieder stehen seit Jahren engagiert und auch bei Gegenwind für die Grundwerte ein, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Wir sollten daher gemeinsam überlegen, wie wir noch stärker vermitteln können: 
Dorsten steht für Menschenwürde, Demokratie und Respekt.  Nach diesem ersten Gespräch möchte ich gemeinsam mit Ihnen weitere Akteure ansprechen und die Diskussion breit führen.  Wir alle – die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt – müssen wieder stärker betonen, welche Werte uns wichtig sind.  Wir müssen sie notfalls auch verteidigen und widersprechen, wenn sogar die Gültigkeit von Grundwerten in Zweifel gezogen wird, die in unserem Grundgesetz an erster Stelle verankert sind.  Die drei Kernworte Menschenwürde, Demokratie und Respekt sind dabei für mich unverzichtbarer Bestandteil einer solchen Diskussion.  Das erste Kernwort – die Menschenwürde – ist dabei die Basis für alles. Sie steht nicht nur an der Spitze unseres Grundgesetzes in Artikel 1.  Nein, sie ist ein gottgegebenes Naturrecht oder ein humanistisches Grundrecht, welches von allen Menschen in einer Gesellschaft zu akzeptieren ist. PUNKT!  Die Menschenwürde ist nicht verhandelbar. Wir haben deshalb diese Würde bei keinem Menschen in Frage zu stellen.  Unser Stadtwappen auf der Uniform eines jeden Feuerwehrmannes schließt ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit ein. Getreu dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ setzt sich unsere Feuerwehr in jeder Situation für unsere Mitmenschen ein. 
Im Notfall ist es egal, ob man denjenigen kennt, ob man ihn mag, was er denkt, wie er sich verhält. Wenn es etwa in einem Gefängnis brennt, retten Feuerwehrleute auch Menschen, die schwere Schuld auf sich geladen haben.
Auch wenn das Motto der Feuerwehr erkennbar einen Gottesbezug enthält: Mit dem Dienst in der Feuerwehr leben die Wehrangehörigen die keineswegs nur aus dem christlichen Menschenbild abgeleitete Freundes- und Feindesliebe. Insbesondere diese „Feindesliebe“ ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft: Jeder Mensch ist lebenswert, jeder verdient – ohne Ansehen der Person – unsere Unterstützung, wenn er in Not ist.  Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben uns diesen Gedanken im ersten Artikel unserer Verfassung ins Stammbuch geschrieben: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“  Feuerwehrleute helfen jedem Menschen. Sie schützen ihn oder retten ihn aus Gefahr: Das ist die grundlegende Basis für das Handeln unserer Feuerwehr. So zu denken, macht die Feuerwehr zu etwas ganz Besonderem. Dieses Denken ist großzügig und uneigennützig.  Dieses Denken macht die Kameradinnen und Kameraden zu Vorbildern. Zu Helfern, auf die sich die Bürgerinnen und Bürger jederzeit verlassen können.  Dieses Denken und auch Handeln gibt christlichen und humanistischen Werten ein Gesicht, macht den besonderen Schutz unseres Grundgesetzes für jedermann in den Frauen und Männern unserer Feuerwehr sichtbar.  Dieses Denken müssen sich alle Demokratinnen und Demokraten in unserer Stadt zu eigen machen. 
Jeden Tag. In jeder Situation.  Gegenüber jedem Mitbürger:  Wir Dorstenerinnen und Dorstener akzeptieren es nicht, wenn die Würde eines Menschen in Gefahr ist.  • Wenn Menschen wie Vieh durch Straßen gehetzt werden.
• Wenn Frauen durch andere kulturelle Werte in ihrer Würde unterdrückt werden.
• Wenn die natürliche Würde eines jeden Menschen durch das Gefühl von Angst und Unsicherheit eingeschüchtert wird.  Auch das Prinzip Demokratie – der zweite Kern unserer Gesellschaft – ist für uns nicht verhandelbar.
Hier gilt nicht das Recht des Stärkeren.  Hier gilt der demokratische Rechtsstaat, der bei der Anwendung des Mehrheitsprinzips niemals den Schutz der Minderheit aus den Augen verliert.  Die Staatsform Demokratie ist in unserem Grundgesetz verbindlich festgelegt. Sie ist die Kernspielregel, wie wir in Bund, Ländern und Kommunen versuchen, Lösungen für die jeweiligen Probleme der Zeit zu suchen, zu diskutieren und abzustimmen.  Sie ist unweigerlich mit der Rechtsstaatlichkeit verbunden. Demokratie ohne Rechtsstaat wäre wie Liebe ohne Vertrauen.  Demokratisch heißt aber eben nicht, dass eine Regel nur so lange gut ist, wie ich davon persönlich profitiere.
Demokratisch bedeutet auch nicht immer die schnelle und einfache Lösung, wie uns von Menschen vorgegaukelt wird.
Demokratisch muss aber auch wieder stärker bedeuten, dass wir dort handeln, wo Handlungsbedarf besteht.
Wer sich gegen die Spielregeln stellt, wer das Gesetz verletzt, wer kriminell geworden ist, muss spüren, dass der Staat handlungsfähig ist.
Demokratisch müssen wieder Probleme klarer benannt und Handlungsalternativen in einem gesunden Wettbewerb der Ansätze abgewogen werden – ohne Populismus und Polemik.  Wir sind eine wehrhafte Demokratie. Das heißt auch, dass die staatliche Gemeinschaft klarer als in den letzten Jahren deutlich machen muss, wer das Heft des Handelns in der Hand hat.  Der Staat und nicht die Straße!  Das heißt für mich auch, dass wir in der Analyse von Problemen wieder ehrlicher sein müssen.  Die Analyse muss schonungslos, selbstkritisch und ehrlich erfolgen –  und die Lösungsfindung klug, nachhaltig und an der Sache orientiert.  Wir dürfen die Benennung von Problemen – auch in unserer Stadt – nicht denen überlassen, die diese Analyse für ihre Zwecke missbrauchen wollen.  Der dritte Begriff ist sicherlich am schwierigsten zu fassen. Denn Respekt taucht nur indirekt in unserer Verfassung und in unseren Gesetzen auf.  • Respekt vor dem anderen Menschen.
• Respekt vor der anderen Meinung.
• Respekt vor dem anderen Glauben.
• Respekt vor der anderen Gruppe.
• Respekt vor der Privatsphäre.
• Respekt vor der Eigenverantwortung des Menschen.
• Respekt vor dem Eigentum des anderen Menschen.
• Respekt vor den sozialen Herausforderungen des anderen Menschen.
• Respekt vor der Lebensleistung des anderen Menschen.
Respekt ist daher für mich die dritte Säule für ein gutes Zusammenleben.  All die gerade aufgeführten Punkte könnte ich mit dem entsprechenden Grundwert aus unserem Grundgesetz erläutern.  Ich möchte bewusst darauf verzichten. 
Ich möchte keine Theoriediskussion führen. 
Ich möchte vielmehr, dass wir praktisch unsere Grundwerte vorleben und den Menschen so die Vorteile für unser Zusammenleben glaubwürdig begründen und bezeugen.  Liebe Kolleginnen und Kollegen,  für mich sind diese drei Säulen, die drei Begriffe  • Menschenwürde
• Demokratie
• Respekt  die eigentliche Basis unseres Zusammenlebens.  Wir alle beobachten, dass der Umgang respektloser wird.
Von der abfälligen Bemerkung bis zum tätlichen Angriff auf Andersdenkende, Fremde, sogar Rettungskräfte reicht dabei das Spektrum.  Wir alle spüren, dass demokratische Ergebnisse nicht mehr akzeptiert werden.
Von der Baugenehmigung nach einem demokratischen Gesetz bis zur Entscheidung des Deutschen Bundestages.  Wir alle machen uns Sorgen, dass die Menschenwürde in Gefahr ist.
Von Flüchtlingen, die bei uns beschimpft werden bis zur Polizistin, die in Essen mit äußerster Brutalität von einem 14-jährigen Jungen mit Migrationshintergrund angegriffen wurde.  Liebe Kolleginnen und Kollegen,  wir müssen deutlich machen, für was wir stehen.
Wir müssen deutlich machen, für was wir eintreten.
Wir müssen deutlich machen, für was wir uns engagieren.  Ich würde mich daher freuen, wenn wir als Stadtrat einen gemeinsam mit den Bürgern entwickelten „Dorstener Appell“ verabschieden würden und die Bürgerschaft aufrufen, diesen zu unterschreiben.  Eine Art Selbstverpflichtung der Stadtgesellschaft, was die Bürgerinnen und Bürger in Dorsten tun und nicht tun. 
Mein Ziel dabei:  „Tausende Bürgerinnen und Bürger für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“  Eine Selbstverpflichtung, die vom „man müsste“ zum „ich werde“ führt.
Eine Selbstverpflichtung, die bei uns selbst startet und nicht erst auf den anderen wartet.
Eine Selbstverpflichtung, die deutlich macht: Ich bin Teil der Stadtgesellschaft und kann diese positiv durch mein Wirken und Handeln beeinflussen.  Wenn in unserem Handeln die Stichworte „Solidarität“ und „Subsidiarität“ wieder eine neue Bedeutung bekommen, dann berufen wir zu einer solidarischen Freiheit.  Nicht mit moralisierenden Reden und Worten – sondern durch das glaubwürdige Vorleben in einer demokratischen Bürgergesellschaft.  In einer Gesellschaft, wo der Bürger erkennt, dass er ein Stück Stadt ist.  In einer Gesellschaft, wo die Politik erkennt, dass der Bürger ein unverzichtbarer Bestandteil der Meinungsbildung ist.  In einer Gesellschaft, wo Verwaltung erkennt, dass der Bürger in der Konsultation bei Herausforderungen ein essentieller Teil der Entwicklung der Problemlösung ist.
Das geht in dörflichen wie urbanen Strukturen unserer wunderschönen Stadt.  Die sozialräumliche Arbeit in der Ellerbruchsiedlung oder die dörfliche Gemeinschaft in den ländlichen Stadtteilen sind dabei leuchtende Beispiele.  Packen wir es an !  Leben wir Menschenwürde, Demokratie und Respekt.  Vielen Dank!

 

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Du hast die Probleme der Gegenwart getroffen und es gibt Leute, die, Gott sei dank, es genauso sehen.

Weiter so!

Den Nerv getroffen... Sehr gute Rede...

2 Tage

Tobias Stockhoff

Bitte TEILEN und UNTERSTÜTZEN!

Derzeit läuft die Online-Abstimmung über den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises, bei der bis zum 22. Oktober auch für zwei Dorstener Projekte votiert werden kann: Für den Jubiläumsverein 1000 Jahre Lembeck und für den Offenen Heiligabend der Gemeinde St. Antonius.

Ich möchte sehr herzlich bitten, diese Projekte zu unterstützen!

Wer für den Jubiläumsverein 1000 Jahre Lembeck stimmen möchte, gibt sein Votum hier ab:

www.deutscher-engagementpreis.de/wettbewerb/details/?tx_epawards_voting%5BawardWinner%5D=1765&tx_...

Stimmen für den Offenen Heiligabend der Gemeinde St. Antonius können hier abgegeben werden:

www.deutscher-engagementpreis.de/wettbewerb/details/?tx_epawards_voting%5BawardWinner%5D=1815&tx_...

Der Deutsche Engagementpreis ist einer der bedeutendsten, wenn nicht der bedeutendste Preis für Ehrenamtliche und ist mit 10 000 Euro dotiert. Der Jubiläumsverein liegt aktuell auf Platz 3 (und dürfte damit zum Kreis der Favoriten zählen), der Offene Heiligabend liegt auf Platz 66. Der aktuelle Stand der Abstimmung kann (bis zum 10. Oktober) jeweils hier eingesehen werden:

www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/voting-ergebnisse/

Sollte eines der beiden Dorstener Projekte tatsächlich gewinnen, wäre dies auch eine Auszeichnung für unsere gesamte Stadt.
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Bitte TEILEN und UNTERSTÜTZEN!  Derzeit läuft die Online-Abstimmung über den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises, bei der bis zum 22. Oktober auch für zwei Dorstener Projekte votiert werden kann: Für den Jubiläumsverein 1000 Jahre Lembeck und für den Offenen Heiligabend der Gemeinde St. Antonius. 
Ich möchte sehr herzlich bitten, diese Projekte zu unterstützen! 
Wer für den Jubiläumsverein 1000 Jahre Lembeck stimmen möchte, gibt sein Votum hier ab:  https://www.deutscher-engagementpreis.de/wettbewerb/details/?tx_epawards_voting%5BawardWinner%5D=1765&tx_epawards_voting%5Baction%5D=show&tx_epawards_voting%5Bcontroller%5D=AwardWinner&cHash=a5f54ff25073529b94bcdb275288ae96 
Stimmen für den Offenen Heiligabend der Gemeinde St. Antonius können hier abgegeben werden:  https://www.deutscher-engagementpreis.de/wettbewerb/details/?tx_epawards_voting%5BawardWinner%5D=1815&tx_epawards_voting%5Baction%5D=show&tx_epawards_voting%5Bcontroller%5D=AwardWinner&cHash=1884f5b74ea36df9c45662baf4426970 
Der Deutsche Engagementpreis ist einer der bedeutendsten, wenn nicht der bedeutendste Preis für Ehrenamtliche und ist mit 10 000 Euro dotiert. Der Jubiläumsverein liegt aktuell auf Platz 3 (und dürfte damit zum Kreis der Favoriten zählen), der Offene Heiligabend liegt auf Platz 66. Der aktuelle Stand der Abstimmung kann (bis zum 10. Oktober) jeweils hier eingesehen werden: 
https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/voting-ergebnisse/ 
Sollte eines der beiden Dorstener Projekte tatsächlich gewinnen, wäre dies auch eine Auszeichnung für unsere gesamte Stadt.

 

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Gerade erledigt!

Check 👌🏻

CDU Dorsten begrüßt Kurswechsel bei der SPD- Bürger zeigen Landrat und SPD die rote Karte!

„Alle vier Kreistagsmitglieder der CDU Dorsten haben sich bei den Abstimmungen im Kreistag gegen den von Landrat Süberkrüb und der SPD beschlossenen Kreishausneubau und besonders gegen das non-territoriale Konzept ausgesprochen,“ so CDU Stadtverbandsvorsitzender Ludger Föcker.

Föcker weiter: „Alleine die Stimmen der zwei SPD-Kreistagsmitglieder aus Dorsten hätten gereicht: Wenn beide mit Nein gestimmt hätten, wäre der Neubaubeschluss am 11. Juni nie gefasst worden. Die Behauptung von SPD-Fraktions-Chef Friedhelm Fragemann, die CDU hätte aus populistischen Gründen dem Neubau eine Absage erteilt, ist erwiesener Maßen falsch. Vielmehr zeigt diese Behauptung, wie wenig Fragemann sich inhaltlich mit dem Thema Sanierung oder Neubau auseinandergesetzt hat.“

Ludger Samson, CDU-Kreistagsmitglied: „Seit vielen Jahren befasst sich der Kreistag mit der in einigen Bereichen dringend notwendigen Renovierung des Kreishauses und der Behebung aller sicherheits-relevanter Mängel. Einem funktionalen Neubau des Kreishauses für 50-60 Mio. Euro hätten wir zustimmen können, aber das war nie Gegenstand einer Abstimmung. Ein Luxusneubau für 130 -200 Mio. Euro mit non-territorialem Konzept kam für die CDU zu keinem Zeitpunkt in Frage. Zumal der Landrat und der Personalrat trotz wiederholter Aufforderung durch die CDU die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nie über das Konzept in einzelener geheimer Wahl haben abstimmen lassen.

Dies alles ist durch Protokolle und Niederschriften belegt. Dass die SPD von ihrem katastrophalen Versagen ablenken will und jetzt einen Mitschuldigen in der Union sucht, ist politisch erklärbar. Es stimmt nur leider nicht.“
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Dass eine Partei mit konservativer Grundausrichtung nichts mit innovativen und progressiven Arbeitswelten anfangen kann liegt wohl in der Natur der Sache. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann sind die genannten Zahlen. Das Kreishaus hat eine BGF von 32.000 qm. Bei einem gleich großen Neubau würden, nimmt man mal den Mittelwert von 55 Mio. Euro, Baukosten von 1718€/qm veranschlagt. Damit liegt man ungefähr bei einem Einfamilienhaus mit mittlerem Standard. Also ohne Barrierefreiheit, ohne besondere Brandschutzvorschriften, ohne Lüftungsanlagen und IT-Vorbereitungen. Das ist meines Erachtens völlig unrealistisch. Einfach mal dagegen sein ist immer ein leichter Weg und mit rhetorischem Framing (Palast, Luxusbau) die Bevölkerung gegen so ein Projekt aufzubringen hat etwas mit Populismus zu tun. Ich glaube jetzt wird es Zeit für die Gegener des Kreishausneubaus mal konkrete und konstruktive Alternativen aufzuzeigen und realistische Kostenberechnungen vorzulegen, damit man endlich mal in eine Diskussion über Lösungen kommen kann, denn das etwas mit dem Kreishaus passieren muss ist nicht zu leugnen. Ich bin gespannt.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Volksvertreter oft etwas ganz anderes veranstalten, als das Volk zu vertreten. Gut, dass die Bürger/innen letztendlich doch bestimmen können, wie die Sache ausgeht! Fehlentscheidungen, die das angeblich vertretene Volk nicht nachvollziehen kann, sind aber aktuell anscheinend "derMaaßen" in Mode...

4 Tage

Tobias Stockhoff

Tausende Bürgerinnen und Bürger für Menschenwürde, Demokratie und Respekt - Das ist mein erklärtes Ziel für die nächsten 12 Monate, welches ich heute neben den Haushaltszielen für das Jahr 2019 in meiner Haushaltsrede betont habe.

Ich würde mich freuen, wenn wir als Stadtrat einen gemeinsam mit den Bürgern entwickelten „Dorstener Appell“ verabschieden würden und die Bürgerschaft aufrufen, diesen zu unterschreiben.

Eine Art Selbstverpflichtung der Stadtgesellschaft, was die Bürgerinnen und Bürger in Dorsten tun und nicht tun.

Mein Ziel dabei:

„Tausende Bürgerinnen und Bürger für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“

Eine Selbstverpflichtung, die vom „man müsste“ zum „ich werde“ führt.

Eine Selbstverpflichtung, die bei uns selbst startet und nicht erst auf den anderen wartet.

Eine Selbstverpflichtung, die deutlich macht: Ich bin Teil der Stadtgesellschaft und kann diese positiv durch mein Wirken und Handeln beeinflussen.

--- Hier die ganze Haushaltsrede ---

Haushaltsrede von Bürgermeister Tobias Stockhoff
anlässlich der Einbringung des Haushaltes 2019
der Stadt Dorsten am 19.09.2018
- es gilt das gesprochene Wort -



Liebe Kolleginnen und Kollegen aus Rat und Verwaltung,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

zu Beginn möchte ich sehr herzlich unserem Stadtkämmerer Hubert Große-Ruiken und seinem Team sowie den Budgetverantwortlichen in den Fachämtern für die Aufstellung des Haushaltes 2019 sowie Hauptamtsleiter Norbert Hörsken und der Orga-Abteilung für die Aufstellung des Stellenplanes danken.

Dieser Dank gilt ausdrücklich auch für die Arbeit des Hauptamtes und des Amtes für kommunale Finanzen, die übers Jahr geleistet wird:

Ein Haushalt und ein Stellenplan müssen konsequent gelebt und umgesetzt werden – und zwar das ganze Jahr!

Das geht nur mit einem guten Kämmerer, einem guten Hauptamtsleiter sowie einem Team aus Fachleuten im Hauptamt, im Amt für kommunale Finanzen sowie in den Fachämtern.

Herzlichen Dank an dieser Stelle dafür!

Liebe Ratskolleginnen und Ratskollegen,

die Zahlen hat unserer Kämmerer bereits ausführlich erläutert und aus meiner Sicht klar die strategischen Ziele für Haushalt und Investitionen benannt:

• Die gute Konjunktur ausnutzen, Kredite zurückfahren und Investitionen zur Erhaltung des Bestandes erhöhen, um für die Zukunft Spielräume zu erarbeiten.
• Freie Mittel für die Prozessoptimierung nutzen.
• Maßvoll den Stellenplan anpassen, um den neuen Herausforderungen gewachsen zu sein: zum Beispiel bei der Sanierung unserer Schulen.
• Nachhaltig denken und immer auch die Folgekosten im Blick haben.

Ja, wir haben noch rund 270 Millionen Euro Schulden und wir haben einen Sanierungsbedarf an Gebäuden, Straßen und Brücken von rund 200 Millionen Euro.

Aber wir arbeiten seit Jahren daran, dass diese Schulden und der Sanierungsstau von Jahr zu Jahr kleiner werden.

Jedes Jahr verringern wir beide Säulen um etwa 5 %!

5 Prozentpunkte mögen auf den ersten Blick gering erscheinen.

Aber denken Sie einmal an Ihr Häuschen oder Ihre Eigentumswohnung und überlegen Sie, welche Laufzeiten Sie dort angesetzt haben.

Wir arbeiten also mit einem soliden und nachhaltigen Tempo an der Zukunft unserer schönen Stadt mit ihren elf Stadtteilen.

Mein Ziel ist es, dass wir in 20 Jahren endlich sagen können:

• Wir sind de facto schuldenfrei.
• Und: Wir haben gute Schulen, gute Kindergärten, gute Sportanlagen und städtische Gebäude sowie eine gute verkehrliche Infrastruktur

Mir ist bewusst, dass hier noch ein langer Weg vor uns liegt.

Und dieser Weg wird noch so manche Überraschung bereithalten.

Dieser Weg erfordert Kreativität und Disziplin – viel mehr als in den Kommunen, die scheinbar finanziell besser aufgestellt sind.

So danke ich allen Kolleginnen und Kollegen im Rat und in der Verwaltung sehr herzlich, die trotz der angespannten Finanzlage und dünnen Personaldecke aktiv für unsere Stadt und ihre Menschen wirken.

Herzlichen Dank für Ihr Wirken für unsere schöne Stadt!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte meine diesjährige Haushaltsrede nutzen, um eine gesellschaftliche Entwicklung zu beleuchten, die viele Menschen in unserer Stadt, in der Verwaltung und auch im Stadtrat mit Sorgen erfüllt.

Und diese Entwicklung ist mit einer Frage verbunden:

Was hält unsere Gesellschaft, unsere Stadtgesellschaft zusammen?

Oder vielmehr:

Was hält unsere Gesellschaft, unsere Stadtgesellschaft NOCH zusammen?

Nicht nur die jüngsten Ereignisse in Chemnitz und Köthen lassen uns in den letzten Wochen aufmerken.

Wir stellen auch durch viele andere Ereignisse schon seit längerer Zeit fest, dass es keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass unser gesellschaftliches Miteinander sich an den Grundfesten Menschenwürde, Demokratie und Respekt orientiert.

Dass Grundlagen für einen vernünftigen Umgang miteinander bröckeln, ist leider auch in Dorsten Tag für Tag festzustellen.

Auch in unserer Stadt wurden Rettungssanitäter und Feuerwehrleute tätlich angegriffen.

Auch bei uns wird in Onlineforen ohne jede Scheu – und zumeist auch ohne Sachkenntnis und Verstand – gegen Ausländer, Andersdenkende oder Funktionsträger gepöbelt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

viele unserer Nachbarstädte haben mit Demonstrationen gegen rechts reagiert.

Die anschließenden Reaktionen – auch von Bürgerinnen und Bürgern, die nicht einer vermeintlichen Alternative nahestehen – zeigen mir allerdings, dass dieses notwendige Bekenntnis gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz zu wenig ist.

Im Gegenteil, manchmal ist es ein zusätzlicher Treibstoff für die Menschen, die nicht in einem freien, solidarischen und demokratischen Staat leben wollen.

Nehmen wir uns als Demokratinnen und Demokraten selber ernst, wenn nur pauschal 5 % der Menschen im Münsterland und bis zu 30 % der Menschen in Sachsen als rechts, als Faschisten oder Neonazis abgestempelt werden?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die hohlen Phrasen vieler rechtsextremer Funktionäre sind unerträglich, in weiten Teilen menschenverachtend. Und sie sind ein klarer Angriff auf unser demokratisches Zusammenleben.

Aber reicht es, wenn wir sagen, wir sind gegen etwas?
Reicht es, nur einige Probleme zu beschreiben – wenn wir zugleich andere Probleme ausblenden?
Sind wir damit glaubwürdig?

Nochmal, damit kein Missverständnis entsteht:

Wir müssen als wehrhafte Demokratinnen und Demokraten klar benennen, wo für uns eine rote Linie ist.
Eine Linie, die wir nicht bereit sind, übertreten zu lassen – egal von welchen Extremisten.
Ob von rechts oder von links, religiös oder politisch motiviert, von kriminellen Strukturen oder mit einem bürgerlichen Anzug getarnt.

Jeder Extremist ist Mist, liebe Kolleginnen und Kollegen.

Ich bin aber der festen Überzeugung:

Wir müssen uns mehr mit den Ursachen beschäftigen.
Wir müssen dahin gehen, wo es weh tut.
Wir müssen klarmachen, für was wir eigentlich stehen.

Das erste Gespräch zu diesem Thema möchte ich ganz bewusst mit den politischen Vertretern der Bürgerschaft führen. Viele Parteivorstände und Ratsmitglieder stehen seit Jahren engagiert und auch bei Gegenwind für die Grundwerte ein, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Wir sollten daher gemeinsam überlegen, wie wir noch stärker vermitteln können:
Dorsten steht für Menschenwürde, Demokratie und Respekt.

Nach diesem ersten Gespräch möchte ich gemeinsam mit Ihnen weitere Akteure ansprechen und die Diskussion breit führen.

Wir alle – die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt – müssen wieder stärker betonen, welche Werte uns wichtig sind.
Wir müssen sie notfalls auch verteidigen und widersprechen, wenn sogar die Gültigkeit von Grundwerten in Zweifel gezogen wird, die in unserem Grundgesetz an erster Stelle verankert sind.

Die drei Kernworte Menschenwürde, Demokratie und Respekt sind dabei für mich unverzichtbarer Bestandteil einer solchen Diskussion.

Das erste Kernwort – die Menschenwürde – ist dabei die Basis für alles. Sie steht nicht nur an der Spitze unseres Grundgesetzes in Artikel 1.

Nein, sie ist ein gottgegebenes Naturrecht oder ein humanistisches Grundrecht, welches von allen Menschen in einer Gesellschaft zu akzeptieren ist. PUNKT!

Die Menschenwürde ist nicht verhandelbar. Wir haben deshalb diese Würde bei keinem Menschen in Frage zu stellen.

Unser Stadtwappen auf der Uniform eines jeden Feuerwehrmannes schließt ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit ein. Getreu dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ setzt sich unsere Feuerwehr in jeder Situation für unsere Mitmenschen ein.
Im Notfall ist es egal, ob man denjenigen kennt, ob man ihn mag, was er denkt, wie er sich verhält. Wenn es etwa in einem Gefängnis brennt, retten Feuerwehrleute auch Menschen, die schwere Schuld auf sich geladen haben.

Auch wenn das Motto der Feuerwehr erkennbar einen Gottesbezug enthält: Mit dem Dienst in der Feuerwehr leben die Wehrangehörigen die keineswegs nur aus dem christlichen Menschenbild abgeleitete Freundes- und Feindesliebe. Insbesondere diese „Feindesliebe“ ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft: Jeder Mensch ist lebenswert, jeder verdient – ohne Ansehen der Person – unsere Unterstützung, wenn er in Not ist.

Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben uns diesen Gedanken im ersten Artikel unserer Verfassung ins Stammbuch geschrieben: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Feuerwehrleute helfen jedem Menschen. Sie schützen ihn oder retten ihn aus Gefahr: Das ist die grundlegende Basis für das Handeln unserer Feuerwehr. So zu denken, macht die Feuerwehr zu etwas ganz Besonderem. Dieses Denken ist großzügig und uneigennützig.

Dieses Denken macht die Kameradinnen und Kameraden zu Vorbildern. Zu Helfern, auf die sich die Bürgerinnen und Bürger jederzeit verlassen können.

Dieses Denken und auch Handeln gibt christlichen und humanistischen Werten ein Gesicht, macht den besonderen Schutz unseres Grundgesetzes für jedermann in den Frauen und Männern unserer Feuerwehr sichtbar.

Dieses Denken müssen sich alle Demokratinnen und Demokraten in unserer Stadt zu eigen machen.

Jeden Tag. In jeder Situation.
Gegenüber jedem Mitbürger:

Wir Dorstenerinnen und Dorstener akzeptieren es nicht, wenn die Würde eines Menschen in Gefahr ist.

• Wenn Menschen wie Vieh durch Straßen gehetzt werden.
• Wenn Frauen durch andere kulturelle Werte in ihrer Würde unterdrückt werden.
• Wenn die natürliche Würde eines jeden Menschen durch das Gefühl von Angst und Unsicherheit eingeschüchtert wird.

Auch das Prinzip Demokratie – der zweite Kern unserer Gesellschaft – ist für uns nicht verhandelbar.

Hier gilt nicht das Recht des Stärkeren.
Hier gilt der demokratische Rechtsstaat, der bei der Anwendung des Mehrheitsprinzips niemals den Schutz der Minderheit aus den Augen verliert.

Die Staatsform Demokratie ist in unserem Grundgesetz verbindlich festgelegt. Sie ist die Kernspielregel, wie wir in Bund, Ländern und Kommunen versuchen, Lösungen für die jeweiligen Probleme der Zeit zu suchen, zu diskutieren und abzustimmen.

Sie ist unweigerlich mit der Rechtsstaatlichkeit verbunden. Demokratie ohne Rechtsstaat wäre wie Liebe ohne Vertrauen.

Demokratisch heißt aber eben nicht, dass eine Regel nur so lange gut ist, wie ich davon persönlich profitiere.

Demokratisch bedeutet auch nicht immer die schnelle und einfache Lösung, wie uns von Menschen vorgegaukelt wird.

Demokratisch muss aber auch wieder stärker bedeuten, dass wir dort handeln, wo Handlungsbedarf besteht.

Wer sich gegen die Spielregeln stellt, wer das Gesetz verletzt, wer kriminell geworden ist, muss spüren, dass der Staat handlungsfähig ist.

Demokratisch müssen wieder Probleme klarer benannt und Handlungsalternativen in einem gesunden Wettbewerb der Ansätze abgewogen werden – ohne Populismus und Polemik.

Wir sind eine wehrhafte Demokratie. Das heißt auch, dass die staatliche Gemeinschaft klarer als in den letzten Jahren deutlich machen muss, wer das Heft des Handelns in der Hand hat.

Der Staat und nicht die Straße!

Das heißt für mich auch, dass wir in der Analyse von Problemen wieder ehrlicher sein müssen.

Die Analyse muss schonungslos, selbstkritisch und ehrlich erfolgen –
und die Lösungsfindung klug, nachhaltig und an der Sache orientiert.

Wir dürfen die Benennung von Problemen – auch in unserer Stadt – nicht denen überlassen, die diese Analyse für ihre Zwecke missbrauchen wollen.

Der dritte Begriff ist sicherlich am schwierigsten zu fassen. Denn Respekt taucht nur indirekt in unserer Verfassung und in unseren Gesetzen auf.

• Respekt vor dem anderen Menschen.
• Respekt vor der anderen Meinung.
• Respekt vor dem anderen Glauben.
• Respekt vor der anderen Gruppe.
• Respekt vor der Privatsphäre.
• Respekt vor der Eigenverantwortung des Menschen.
• Respekt vor dem Eigentum des anderen Menschen.
• Respekt vor den sozialen Herausforderungen des anderen Menschen.
• Respekt vor der Lebensleistung des anderen Menschen.

Respekt ist daher für mich die dritte Säule für ein gutes Zusammenleben.

All die gerade aufgeführten Punkte könnte ich mit dem entsprechenden Grundwert aus unserem Grundgesetz erläutern.

Ich möchte bewusst darauf verzichten.
Ich möchte keine Theoriediskussion führen.
Ich möchte vielmehr, dass wir praktisch unsere Grundwerte vorleben und den Menschen so die Vorteile für unser Zusammenleben glaubwürdig begründen und bezeugen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für mich sind diese drei Säulen, die drei Begriffe

• Menschenwürde
• Demokratie
• Respekt

die eigentliche Basis unseres Zusammenlebens.

Wir alle beobachten, dass der Umgang respektloser wird.
Von der abfälligen Bemerkung bis zum tätlichen Angriff auf Andersdenkende, Fremde, sogar Rettungskräfte reicht dabei das Spektrum.

Wir alle spüren, dass demokratische Ergebnisse nicht mehr akzeptiert werden.
Von der Baugenehmigung nach einem demokratischen Gesetz bis zur Entscheidung des Deutschen Bundestages.

Wir alle machen uns Sorgen, dass die Menschenwürde in Gefahr ist.
Von Flüchtlingen, die bei uns beschimpft werden bis zur Polizistin, die in Essen mit äußerster Brutalität von einem 14-jährigen Jungen mit Migrationshintergrund angegriffen wurde.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir müssen deutlich machen, für was wir stehen.
Wir müssen deutlich machen, für was wir eintreten.
Wir müssen deutlich machen, für was wir uns engagieren.

Ich würde mich daher freuen, wenn wir als Stadtrat einen gemeinsam mit den Bürgern entwickelten „Dorstener Appell“ verabschieden würden und die Bürgerschaft aufrufen, diesen zu unterschreiben.

Eine Art Selbstverpflichtung der Stadtgesellschaft, was die Bürgerinnen und Bürger in Dorsten tun und nicht tun.

Mein Ziel dabei:

„Tausende Bürgerinnen und Bürger für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“

Eine Selbstverpflichtung, die vom „man müsste“ zum „ich werde“ führt.
Eine Selbstverpflichtung, die bei uns selbst startet und nicht erst auf den anderen wartet.
Eine Selbstverpflichtung, die deutlich macht: Ich bin Teil der Stadtgesellschaft und kann diese positiv durch mein Wirken und Handeln beeinflussen.

Wenn in unserem Handeln die Stichworte „Solidarität“ und „Subsidiarität“ wieder eine neue Bedeutung bekommen, dann berufen wir zu einer solidarischen Freiheit.

Nicht mit moralisierenden Reden und Worten – sondern durch das glaubwürdige Vorleben in einer demokratischen Bürgergesellschaft.

In einer Gesellschaft, wo der Bürger erkennt, dass er ein Stück Stadt ist.
In einer Gesellschaft, wo die Politik erkennt, dass der Bürger ein unverzichtbarer Bestandteil der Meinungsbildung ist.

In einer Gesellschaft, wo Verwaltung erkennt, dass der Bürger in der Konsultation bei Herausforderungen ein essentieller Teil der Entwicklung der Problemlösung ist.

Das geht in dörflichen wie urbanen Strukturen unserer wunderschönen Stadt.

Die sozialräumliche Arbeit in der Ellerbruchsiedlung oder die dörfliche Gemeinschaft in den ländlichen Stadtteilen sind dabei leuchtende Beispiele.

Packen wir es an !

Leben wir Menschenwürde, Demokratie und Respekt.

Vielen Dank!
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Tausende Bürgerinnen und Bürger für Menschenwürde, Demokratie und Respekt - Das ist mein erklärtes Ziel für die nächsten 12 Monate, welches ich heute neben den Haushaltszielen für das Jahr 2019 in meiner Haushaltsrede betont habe.  Ich würde mich freuen, wenn wir als Stadtrat einen gemeinsam mit den Bürgern entwickelten „Dorstener Appell“ verabschieden würden und die Bürgerschaft aufrufen, diesen zu unterschreiben.  Eine Art Selbstverpflichtung der Stadtgesellschaft, was die Bürgerinnen und Bürger in Dorsten tun und nicht tun.  Mein Ziel dabei:  „Tausende Bürgerinnen und Bürger für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“  Eine Selbstverpflichtung, die vom „man müsste“ zum „ich werde“ führt.  Eine Selbstverpflichtung, die bei uns selbst startet und nicht erst auf den anderen wartet.  Eine Selbstverpflichtung, die deutlich macht: Ich bin Teil der Stadtgesellschaft und kann diese positiv durch mein Wirken und Handeln beeinflussen.  --- Hier die ganze Haushaltsrede ---  Haushaltsrede von Bürgermeister Tobias Stockhoff
anlässlich der Einbringung des Haushaltes 2019 
der Stadt Dorsten am 19.09.2018
- es gilt das gesprochene Wort -  Liebe Kolleginnen und Kollegen aus Rat und Verwaltung, 
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 
sehr geehrte Damen und Herren,  zu Beginn möchte ich sehr herzlich unserem Stadtkämmerer Hubert Große-Ruiken und seinem Team sowie den Budgetverantwortlichen in den Fachämtern für die Aufstellung des Haushaltes 2019 sowie Hauptamtsleiter Norbert Hörsken und der Orga-Abteilung für die Aufstellung des Stellenplanes danken.  Dieser Dank gilt ausdrücklich auch für die Arbeit des Hauptamtes und des Amtes für kommunale Finanzen, die übers Jahr geleistet wird:  Ein Haushalt und ein Stellenplan müssen konsequent gelebt und umgesetzt werden – und zwar das ganze Jahr!  Das geht nur mit einem guten Kämmerer, einem guten Hauptamtsleiter sowie einem Team aus Fachleuten im Hauptamt, im Amt für kommunale Finanzen sowie in den Fachämtern.  Herzlichen Dank an dieser Stelle dafür!  Liebe Ratskolleginnen und Ratskollegen,  die Zahlen hat unserer Kämmerer bereits ausführlich erläutert und aus meiner Sicht klar die strategischen Ziele für Haushalt und Investitionen benannt:  • Die gute Konjunktur ausnutzen, Kredite zurückfahren und Investitionen zur Erhaltung des Bestandes erhöhen, um für die Zukunft Spielräume zu erarbeiten.
• Freie Mittel für die Prozessoptimierung nutzen.
• Maßvoll den Stellenplan anpassen, um den neuen Herausforderungen gewachsen zu sein: zum Beispiel bei der Sanierung unserer Schulen.
• Nachhaltig denken und immer auch die Folgekosten im Blick haben.  Ja, wir haben noch rund 270 Millionen Euro Schulden und wir haben einen Sanierungsbedarf an Gebäuden, Straßen und Brücken von rund 200 Millionen Euro.  Aber wir arbeiten seit Jahren daran, dass diese Schulden und der Sanierungsstau von Jahr zu Jahr kleiner werden.  Jedes Jahr verringern wir beide Säulen um etwa 5 %!  5 Prozentpunkte mögen auf den ersten Blick gering erscheinen.  Aber denken Sie einmal an Ihr Häuschen oder Ihre Eigentumswohnung und überlegen Sie, welche Laufzeiten Sie dort angesetzt haben.  Wir arbeiten also mit einem soliden und nachhaltigen Tempo an der Zukunft unserer schönen Stadt mit ihren elf Stadtteilen.  Mein Ziel ist es, dass wir in 20 Jahren endlich sagen können:  • Wir sind de facto schuldenfrei.
• Und: Wir haben gute Schulen, gute Kindergärten, gute Sportanlagen und städtische Gebäude sowie eine gute verkehrliche Infrastruktur  Mir ist bewusst, dass hier noch ein langer Weg vor uns liegt.  Und dieser Weg wird noch so manche Überraschung bereithalten.  Dieser Weg erfordert Kreativität und Disziplin – viel mehr als in den Kommunen, die scheinbar finanziell besser aufgestellt sind.  So danke ich allen Kolleginnen und Kollegen im Rat und in der Verwaltung sehr herzlich, die trotz der angespannten Finanzlage und dünnen Personaldecke aktiv für unsere Stadt und ihre Menschen wirken.  Herzlichen Dank für Ihr Wirken für unsere schöne Stadt!  Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 
sehr geehrte Damen und Herren,  ich möchte meine diesjährige Haushaltsrede nutzen, um eine gesellschaftliche Entwicklung zu beleuchten, die viele Menschen in unserer Stadt, in der Verwaltung und auch im Stadtrat mit Sorgen erfüllt.  Und diese Entwicklung ist mit einer Frage verbunden:  Was hält unsere Gesellschaft, unsere Stadtgesellschaft zusammen?  Oder vielmehr:  Was hält unsere Gesellschaft, unsere Stadtgesellschaft NOCH zusammen?  Nicht nur die jüngsten Ereignisse in Chemnitz und Köthen lassen uns in den letzten Wochen aufmerken.  Wir stellen auch durch viele andere Ereignisse schon seit längerer Zeit fest, dass es keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass unser gesellschaftliches Miteinander sich an den Grundfesten Menschenwürde, Demokratie und Respekt orientiert.  Dass Grundlagen für einen vernünftigen Umgang miteinander bröckeln, ist leider auch in Dorsten Tag für Tag festzustellen.  Auch in unserer Stadt wurden Rettungssanitäter und Feuerwehrleute tätlich angegriffen.  Auch bei uns wird in Onlineforen ohne jede Scheu – und zumeist auch ohne Sachkenntnis und Verstand – gegen Ausländer, Andersdenkende oder Funktionsträger gepöbelt.  Liebe Kolleginnen und Kollegen,  viele unserer Nachbarstädte haben mit Demonstrationen gegen rechts reagiert.  Die anschließenden Reaktionen – auch von Bürgerinnen und Bürgern, die nicht einer vermeintlichen Alternative nahestehen – zeigen mir allerdings, dass dieses notwendige Bekenntnis gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz zu wenig ist.  Im Gegenteil, manchmal ist es ein zusätzlicher Treibstoff für die Menschen, die nicht in einem freien, solidarischen und demokratischen Staat leben wollen.  Nehmen wir uns als Demokratinnen und Demokraten selber ernst, wenn nur pauschal 5 % der Menschen im Münsterland und bis zu 30 % der Menschen in Sachsen als rechts, als Faschisten oder Neonazis abgestempelt werden?  Liebe Kolleginnen und Kollegen,  die hohlen Phrasen vieler rechtsextremer Funktionäre sind unerträglich, in weiten Teilen menschenverachtend. Und sie sind ein klarer Angriff auf unser demokratisches Zusammenleben.  Aber reicht es, wenn wir sagen, wir sind gegen etwas?
Reicht es, nur einige Probleme zu beschreiben – wenn wir zugleich andere Probleme ausblenden?
Sind wir damit glaubwürdig?  Nochmal, damit kein Missverständnis entsteht:  Wir müssen als wehrhafte Demokratinnen und Demokraten klar benennen, wo für uns eine rote Linie ist. 
Eine Linie, die wir nicht bereit sind, übertreten zu lassen – egal von welchen Extremisten. 
Ob von rechts oder von links, religiös oder politisch motiviert, von kriminellen Strukturen oder mit einem bürgerlichen Anzug getarnt.  Jeder Extremist ist Mist, liebe Kolleginnen und Kollegen.  Ich bin aber der festen Überzeugung:  Wir müssen uns mehr mit den Ursachen beschäftigen.
Wir müssen dahin gehen, wo es weh tut.
Wir müssen klarmachen, für was wir eigentlich stehen.  Das erste Gespräch zu diesem Thema möchte ich ganz bewusst mit den politischen Vertretern der Bürgerschaft führen. Viele Parteivorstände und Ratsmitglieder stehen seit Jahren engagiert und auch bei Gegenwind für die Grundwerte ein, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Wir sollten daher gemeinsam überlegen, wie wir noch stärker vermitteln können: 
Dorsten steht für Menschenwürde, Demokratie und Respekt.  Nach diesem ersten Gespräch möchte ich gemeinsam mit Ihnen weitere Akteure ansprechen und die Diskussion breit führen.  Wir alle – die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt – müssen wieder stärker betonen, welche Werte uns wichtig sind. 
Wir müssen sie notfalls auch verteidigen und widersprechen, wenn sogar die Gültigkeit von Grundwerten in Zweifel gezogen wird, die in unserem Grundgesetz an erster Stelle verankert sind.  Die drei Kernworte Menschenwürde, Demokratie und Respekt sind dabei für mich unverzichtbarer Bestandteil einer solchen Diskussion.  Das erste Kernwort – die Menschenwürde – ist dabei die Basis für alles. Sie steht nicht nur an der Spitze unseres Grundgesetzes in Artikel 1.  Nein, sie ist ein gottgegebenes Naturrecht oder ein humanistisches Grundrecht, welches von allen Menschen in einer Gesellschaft zu akzeptieren ist. PUNKT!  Die Menschenwürde ist nicht verhandelbar. Wir haben deshalb diese Würde bei keinem Menschen in Frage zu stellen.  Unser Stadtwappen auf der Uniform eines jeden Feuerwehrmannes schließt ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit ein. Getreu dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ setzt sich unsere Feuerwehr in jeder Situation für unsere Mitmenschen ein. 
Im Notfall ist es egal, ob man denjenigen kennt, ob man ihn mag, was er denkt, wie er sich verhält. Wenn es etwa in einem Gefängnis brennt, retten Feuerwehrleute auch Menschen, die schwere Schuld auf sich geladen haben.  Auch wenn das Motto der Feuerwehr erkennbar einen Gottesbezug enthält: Mit dem Dienst in der Feuerwehr leben die Wehrangehörigen die keineswegs nur aus dem christlichen Menschenbild abgeleitete Freundes- und Feindesliebe. Insbesondere diese „Feindesliebe“ ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft: Jeder Mensch ist lebenswert, jeder verdient – ohne Ansehen der Person – unsere Unterstützung, wenn er in Not ist.  Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben uns diesen Gedanken im ersten Artikel unserer Verfassung ins Stammbuch geschrieben: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“  Feuerwehrleute helfen jedem Menschen. Sie schützen ihn oder retten ihn aus Gefahr: Das ist die grundlegende Basis für das Handeln unserer Feuerwehr. So zu denken, macht die Feuerwehr zu etwas ganz Besonderem. Dieses Denken ist großzügig und uneigennützig.  Dieses Denken macht die Kameradinnen und Kameraden zu Vorbildern. Zu Helfern, auf die sich die Bürgerinnen und Bürger jederzeit verlassen können.  Dieses Denken und auch Handeln gibt christlichen und humanistischen Werten ein Gesicht, macht den besonderen Schutz unseres Grundgesetzes für jedermann in den Frauen und Männern unserer Feuerwehr sichtbar.  Dieses Denken müssen sich alle Demokratinnen und Demokraten in unserer Stadt zu eigen machen.  Jeden Tag. In jeder Situation. 
Gegenüber jedem Mitbürger:  Wir Dorstenerinnen und Dorstener akzeptieren es nicht, wenn die Würde eines Menschen in Gefahr ist.  • Wenn Menschen wie Vieh durch Straßen gehetzt werden.
• Wenn Frauen durch andere kulturelle Werte in ihrer Würde unterdrückt werden.
• Wenn die natürliche Würde eines jeden Menschen durch das Gefühl von Angst und Unsicherheit eingeschüchtert wird.  Auch das Prinzip Demokratie – der zweite Kern unserer Gesellschaft – ist für uns nicht verhandelbar.  Hier gilt nicht das Recht des Stärkeren.
Hier gilt der demokratische Rechtsstaat, der bei der Anwendung des Mehrheitsprinzips niemals den Schutz der Minderheit aus den Augen verliert.  Die Staatsform Demokratie ist in unserem Grundgesetz verbindlich festgelegt. Sie ist die Kernspielregel, wie wir in Bund, Ländern und Kommunen versuchen, Lösungen für die jeweiligen Probleme der Zeit zu suchen, zu diskutieren und abzustimmen.  Sie ist unweigerlich mit der Rechtsstaatlichkeit verbunden. Demokratie ohne Rechtsstaat wäre wie Liebe ohne Vertrauen.  Demokratisch heißt aber eben nicht, dass eine Regel nur so lange gut ist, wie ich davon persönlich profitiere.  Demokratisch bedeutet auch nicht immer die schnelle und einfache Lösung, wie uns von Menschen vorgegaukelt wird.  Demokratisch muss aber auch wieder stärker bedeuten, dass wir dort handeln, wo Handlungsbedarf besteht.  Wer sich gegen die Spielregeln stellt, wer das Gesetz verletzt, wer kriminell geworden ist, muss spüren, dass der Staat handlungsfähig ist.  Demokratisch müssen wieder Probleme klarer benannt und Handlungsalternativen in einem gesunden Wettbewerb der Ansätze abgewogen werden – ohne Populismus und Polemik.  Wir sind eine wehrhafte Demokratie. Das heißt auch, dass die staatliche Gemeinschaft klarer als in den letzten Jahren deutlich machen muss, wer das Heft des Handelns in der Hand hat.  Der Staat und nicht die Straße!  Das heißt für mich auch, dass wir in der Analyse von Problemen wieder ehrlicher sein müssen.  Die Analyse muss schonungslos, selbstkritisch und ehrlich erfolgen – 
und die Lösungsfindung klug, nachhaltig und an der Sache orientiert.  Wir dürfen die Benennung von Problemen – auch in unserer Stadt – nicht denen überlassen, die diese Analyse für ihre Zwecke missbrauchen wollen.  Der dritte Begriff ist sicherlich am schwierigsten zu fassen. Denn Respekt taucht nur indirekt in unserer Verfassung und in unseren Gesetzen auf.  • Respekt vor dem anderen Menschen.
• Respekt vor der anderen Meinung.
• Respekt vor dem anderen Glauben.
• Respekt vor der anderen Gruppe.
• Respekt vor der Privatsphäre.
• Respekt vor der Eigenverantwortung des Menschen.
• Respekt vor dem Eigentum des anderen Menschen.
• Respekt vor den sozialen Herausforderungen des anderen Menschen.
• Respekt vor der Lebensleistung des anderen Menschen.  Respekt ist daher für mich die dritte Säule für ein gutes Zusammenleben.  All die gerade aufgeführten Punkte könnte ich mit dem entsprechenden Grundwert aus unserem Grundgesetz erläutern.  Ich möchte bewusst darauf verzichten. 
Ich möchte keine Theoriediskussion führen. 
Ich möchte vielmehr, dass wir praktisch unsere Grundwerte vorleben und den Menschen so die Vorteile für unser Zusammenleben glaubwürdig begründen und bezeugen.  Liebe Kolleginnen und Kollegen,  für mich sind diese drei Säulen, die drei Begriffe  • Menschenwürde
• Demokratie
• Respekt  die eigentliche Basis unseres Zusammenlebens.  Wir alle beobachten, dass der Umgang respektloser wird.
Von der abfälligen Bemerkung bis zum tätlichen Angriff auf Andersdenkende, Fremde, sogar Rettungskräfte reicht dabei das Spektrum.  Wir alle spüren, dass demokratische Ergebnisse nicht mehr akzeptiert werden.
Von der Baugenehmigung nach einem demokratischen Gesetz bis zur Entscheidung des Deutschen Bundestages.  Wir alle machen uns Sorgen, dass die Menschenwürde in Gefahr ist.
Von Flüchtlingen, die bei uns beschimpft werden bis zur Polizistin, die in Essen mit äußerster Brutalität von einem 14-jährigen Jungen mit Migrationshintergrund angegriffen wurde.  Liebe Kolleginnen und Kollegen,  wir müssen deutlich machen, für was wir stehen.
Wir müssen deutlich machen, für was wir eintreten.
Wir müssen deutlich machen, für was wir uns engagieren.  Ich würde mich daher freuen, wenn wir als Stadtrat einen gemeinsam mit den Bürgern entwickelten „Dorstener Appell“ verabschieden würden und die Bürgerschaft aufrufen, diesen zu unterschreiben.  Eine Art Selbstverpflichtung der Stadtgesellschaft, was die Bürgerinnen und Bürger in Dorsten tun und nicht tun.  Mein Ziel dabei:  „Tausende Bürgerinnen und Bürger für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“  Eine Selbstverpflichtung, die vom „man müsste“ zum „ich werde“ führt.
Eine Selbstverpflichtung, die bei uns selbst startet und nicht erst auf den anderen wartet.
Eine Selbstverpflichtung, die deutlich macht: Ich bin Teil der Stadtgesellschaft und kann diese positiv durch mein Wirken und Handeln beeinflussen.  Wenn in unserem Handeln die Stichworte „Solidarität“ und „Subsidiarität“ wieder eine neue Bedeutung bekommen, dann berufen wir zu einer solidarischen Freiheit.  Nicht mit moralisierenden Reden und Worten – sondern durch das glaubwürdige Vorleben in einer demokratischen Bürgergesellschaft.  In einer Gesellschaft, wo der Bürger erkennt, dass er ein Stück Stadt ist.
In einer Gesellschaft, wo die Politik erkennt, dass der Bürger ein unverzichtbarer Bestandteil der Meinungsbildung ist.  In einer Gesellschaft, wo Verwaltung erkennt, dass der Bürger in der Konsultation bei Herausforderungen ein essentieller Teil der Entwicklung der Problemlösung ist.  Das geht in dörflichen wie urbanen Strukturen unserer wunderschönen Stadt.  Die sozialräumliche Arbeit in der Ellerbruchsiedlung oder die dörfliche Gemeinschaft in den ländlichen Stadtteilen sind dabei leuchtende Beispiele.  Packen wir es an !  Leben wir Menschenwürde, Demokratie und Respekt.  Vielen Dank!

 

Kommentar auf Facebook

Lange Rede, kurzer Sinn. In Prinzip ähnlich wie die meisten Politiker Reden. Ich applaudiere, wenn das alles so durchgesetzt wird. Aber ja, schön gesagt. 🙂

Die Rede an sich gut. Wenn man es ausleben würde!

Sehr gut und auch Dank für die Transparenz. Respekt ist für mich das Schlüsselwort, leider hat mir das für politisch Andersdenkende manchmal gefehlt. Lassen Sie uns weiter an der Zukunft für Dorsten arbeiten und mit Respekt diskutieren. Meine besten Wünsche

Eine sehr gute Rede, tolle und eindringliche Worte und drei wichtige Grundwerte mit den Säulen Menschenwürde, Demokratie und Respekt 👍 Vielen Dank für diesen Appell, der gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig ist. Ich hoffe, dass sich viele Menschen in Dorsten diesem Appell anschließen und danach leben.

Sehr gute Rede Tobias!! Ich bin gerne dabei in und für Dorsten etwas zu bewegen...

Lieber Tobias Stockhoff, schon mal darüber nachgedacht für das Kanzleramt zu kandidieren? Das soll meinen Respekt ausdrücken, für deine Arbeit und Dienste für uns!

Ja, eine sehr gute Rede.Hoffentlich erreichtst du damit die Richtigen, denn die hören oft nicht zu.

Respekt👍bin zwar mittlerweile Schermbeckerin aber ihre Worte gefallen mir Herr Tobias Stockhoff👍

Ich bin froh, dass wir einen so engagierten BM haben. Danke Tobias!

Eine sehr gute und wichtige Rede! Wir alle sollten an der Umsetzung der genannten drei Punkte mitmachen! Ich bin dabei.

Auch von mir Respekt, für Ihre Worte, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren kann.👍🏻

Genau dafür sollten wir einstehen , und nicht weichen ☺️👍🏼

Wow, klasse Rede👍

Respekt

Ich bin dankbar für den besten BM 😁👍

Respekt Tobias...

Vielen Dank Tobias Stockhoff, gerne dabei👍🏻😃

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5 Tage

Tobias Stockhoff

Feierabend - nach 14 Stunden das Rathaus abgeschlossen. Die Rede anlässlich der Einbringung des Haushaltes 2019 steht. Und der Schreibtisch ist jetzt auch leer. Morgen dann die Einbringung des Haushaltes 2019. Das Beste vorweg: Keine Steuererhöhungen geplant, Schulden weiter abbauen, zusätzliches Geld für die Unterhaltung von Gebäuden und Straßen, weitere Fördermaßnahmen in der Innenstadt, ab dem 01.01.2019 Verdopplung des Bürgerbudgets... ... mehr ansehenweniger ansehen

Feierabend - nach 14 Stunden das Rathaus abgeschlossen. Die Rede anlässlich der Einbringung des Haushaltes 2019 steht. Und der Schreibtisch ist jetzt auch leer. Morgen dann die Einbringung des Haushaltes 2019. Das Beste vorweg: Keine Steuererhöhungen geplant, Schulden weiter abbauen, zusätzliches Geld für die Unterhaltung von Gebäuden und Straßen, weitere Fördermaßnahmen in der Innenstadt, ab dem 01.01.2019 Verdopplung des Bürgerbudgets...

 

Kommentar auf Facebook

🤔 "Verdoppelung des Bürgerbudgets" hört sich ja erst mal gut an. Aber was ist das genau?

14 Stunden? Gilt das arbeitszeitschutzgesetz nicht für Bürgermeister? 😉

vorbildlich; kenne ich aus gut geführten Handwerksbetrieben, der Chef muss Vorbild sein.

14 Stunden. Lassen Sie das nicht die Bürgermeistergewerkschaft erfahren. 😂

Achtung..... die Gesundheit im Auge behalten.

Und nu einen schönen Rotwein, gönne ich dir!

Gute Arbeit des Stadtrates und des Bürgermeisters!

Ihr seid ja sehr früh dran mit dem Haushalt... chapeau!

Nur 14 Stunden? Du lässt nach 😁😉 schönen Feierabend 🍷

Danke für Deinen Einsatz!👍🏻

Danke für den Einsatz!

Kompliment und gute Nacht!

Klingt gut.

Gehaben Sie sich wohl Herr Stockhoff *knicks*

Schönen Feierabend 😉

Gute Nacht Herr Tobias Stockhoff

... aber viel früher waren wir beim UPA auch nicht fertig 😉

Doppelter Glückwunsch: Zum einen zu der tollen, wichtigen, leider notwendigen Haushaltsrede, zum anderen zu Deinem heutigen Geburtstag! Hoffentlich hast Du ein wenig Zeit für Dich gefunden! www.youtube.com/watch?v=3EsuYNHabv0

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1 Woche

Junge Union Dorsten

Der Einsatz hat sich gelohnt!
Kein neues Kreidshaus, keine Steuerverschwändung und eine demokratische Bestätigung unseres Kurses in den letzten Monaten.
#SanierenstattNeubauen #Kreishaus #JU #CDUNEUES IN SACHEN KREISHAUSNEUBAU: SPD Unterbezirk und SPD Kreistagsfraktion haben heute bekanntgegeben, dass sie vom Beschluss zum Neubau des Kreishauses Abstand nehmen. Einen entsprechenden Antrag wollen sie zur Kreistagssitzung am 25. September stellen.

Namens der CDU des Kreises Recklinghausen danke und gratuliere ich Uwe Kähler, der mit seinem privaten Bürgerbegehren augenscheinlich Schaden vom Kreis hat abwenden können, auch wenn der offizielle Kreistagsbeschluss noch nicht geändert wurde.

Die Union sammelt Morgen auf den Marktplätzen weiter Unterschriften. Wir handeln nach dem Motto: „Sicher ist sicher“.
... mehr ansehenweniger ansehen

Der Einsatz hat sich gelohnt!
Kein neues Kreidshaus, keine Steuerverschwändung und eine demokratische Bestätigung unseres Kurses in den letzten Monaten.
#SanierenstattNeubauen #Kreishaus #JU #CDU

2 Wochen

Tobias Stockhoff

Die Menschen in Dorsten sind einfach großartig - Oft werde ich gefragt: "Macht der Job als Bürgermeister eigentlich (noch) Spaß!" Nach diesem sensationellen Wochenende kann ich das noch kräftiger als sonst "JA" sagen.

Bei uns leben wunderbare Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen.

Gleich 3 x durfte ich an diesem Wochenende einen 100. Geburtstag feiern:

Zunächst die Dorstener Drahtwerke (blaue Krawatte) deren Geschäftsführung Rüdiger und Volker Tüshaus sowie deren Mitarbeiter dem Verein "Dorsten Dank(t) Dir" 100.000 Euro für ein neues Projekt "Kein Kind ohne Schulabschluss" geschenkt haben. Ein wunderbares Geschenk für die Jugend in unserer Stadt...

Dann der SPD-Ortsverein Hervest-Dorsten (rote Krawatte), der gemeinsam mit den anderen Parteien und Hervester Vereinen seinen Geburtstag gefeiert hat und so betont hat, dass wir gemeinsam etwas für die Menschen erreichen können, wenn wir als Demokraten zusammenstehen - ohne dabei immer die Meinung der anderen Partei zu teilen.

Und der Spielmannszug Holsterhausen (grüne Krawatte), der ein sensationelles Jubiläumswochenende mit Party, Festumzug (22 Musikgruppen, über 50 sonstige Gruppen) sowie gigantisches Feuerwerk den Menschen geschenkt hat.

Dazu eine tolle Brotzeit der Schützenkapelle Rhade mit über 1000 Gästen, die unter klassischen wie modernen Klängen von über 70 Musikerinnen und Musikern einfach die Menschen zu einem wunderbaren Erlebnis zusammengeführt hat.

Eine abwechslungsreiche und informative Ausbildungsbörse an St. Ursula, der Sponsorenlauf der Lebenshilfe Dorsten oder das Sommerfest der IG BAU waren weitere Erlebnisse, wo man spürt, viele tausend Menschen in unserer Stadt wollen jeden Tag unsere Stadt und ihre 11 Stadtteile ein Stück besser machen!

Danke für Ihren und Euren Dienst!

Es macht einfach nur jeden Tag Freude, Bürgermeister dieser wunderbaren Stadt Dorsten sein zu dürfen!

Ich freue mich auf die neue Woche... 🙂
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Die Menschen in Dorsten sind einfach großartig - Oft werde ich gefragt: Macht der Job als Bürgermeister eigentlich (noch) Spaß! Nach diesem sensationellen Wochenende kann ich das noch kräftiger als sonst JA sagen.  Bei uns leben wunderbare Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen.  Gleich 3 x durfte ich an diesem Wochenende einen 100. Geburtstag feiern:  Zunächst die Dorstener Drahtwerke (blaue Krawatte) deren Geschäftsführung Rüdiger und Volker Tüshaus sowie deren Mitarbeiter dem Verein Dorsten Dank(t) Dir 100.000 Euro für ein neues Projekt Kein Kind ohne Schulabschluss geschenkt haben. Ein wunderbares Geschenk für die Jugend in unserer Stadt...  Dann der SPD-Ortsverein Hervest-Dorsten (rote Krawatte), der gemeinsam mit den anderen Parteien und Hervester Vereinen seinen Geburtstag gefeiert hat und so betont hat, dass wir gemeinsam etwas für die Menschen erreichen können, wenn wir als Demokraten zusammenstehen - ohne dabei immer die Meinung der anderen Partei zu teilen.  Und der Spielmannszug Holsterhausen (grüne Krawatte), der ein sensationelles Jubiläumswochenende mit Party, Festumzug (22 Musikgruppen, über 50 sonstige Gruppen) sowie gigantisches Feuerwerk den Menschen geschenkt hat.  Dazu eine tolle Brotzeit der Schützenkapelle Rhade mit über 1000 Gästen, die unter klassischen wie modernen  Klängen von über 70 Musikerinnen und Musikern einfach die Menschen zu einem wunderbaren Erlebnis zusammengeführt hat.  Eine abwechslungsreiche und informative Ausbildungsbörse an St. Ursula, der Sponsorenlauf der Lebenshilfe Dorsten oder das Sommerfest der IG BAU waren weitere Erlebnisse, wo man spürt, viele tausend Menschen in unserer Stadt wollen jeden Tag unsere Stadt und ihre 11 Stadtteile ein Stück besser machen!  Danke für Ihren und Euren Dienst!  Es macht einfach nur jeden Tag Freude, Bürgermeister dieser wunderbaren Stadt Dorsten sein zu dürfen!  Ich freue mich auf die neue Woche... :-)

 

Kommentar auf Facebook

Vielen Dank für Ihr Engagement! 😊 Trotz Ihres vollen Terminkalender, sind sie immer für alle da!

Vielen Dank für die Rede! Ihr Engagement ist grossartig! Schön einen so sympathischen Bürgermeister zu haben😅 sagt ein Sachse aus Leipzig... da sind alle so 👍

Das muss einfach mal gesagt werden, ich finde es super, dass Sie als Bürgermeister dieser Stadt uns Bürgern so nah sind. Dass ist für Sie sicher auch nicht immer nur leicht oder schön und dennoch stehen Sie Rede und Antwort, sind engagiert, motiviert und machen Ihren Job super! Danke dass Sie für uns da sind und mit soviel Herz an die Sache ran gehen!!!!

Eine lebendige Stadt hat den Bürgermeister den sie verdient hat!

Tobias: weiter so!!

Dirk Springenberg

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2 Wochen

Junge Union Dorsten

Über 10.000 Unterschriften gegen das Kreishaus haben wir schon zusammen-
Aber da geht noch mehr!

Bis zum Ende des Monats sammeln wir weiter.
Diesen Samstag müssen wir zwar unsere erste Pause einlegen, ab nächster Woche findet ihr uns aber ua. wieder auf dem Marktplatz.

Aktuelle Termine und Stände: cdu-dorsten.de/CDU ÜBERREICHT 10.000 UNTERSCHRIFTEN AN UWE KÄHLER – Zweidrittel der benötigten Unterschriften sind bereits zusammengekommen – und die Unterschriftenaktion läuft noch weiter. Vier prall gefüllte Ordner mit 10.000 Unterschriften übergab ich heute an Uwe Kähler aus Dorsten, dem Initiator des Bürgerbegehrens. Was Uwe Kähler dazu sagt, lesen Sie auf meiner Homepage. josef-hovenjuergen.de/2-uncategorised/61-cdu-ueberreicht-10-000-unterschriften-an-uwe-kaehler-zwe...
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Über 10.000 Unterschriften gegen das Kreishaus haben wir schon zusammen-
Aber da geht noch mehr!  Bis zum Ende des Monats sammeln wir weiter.
Diesen Samstag müssen wir zwar unsere erste Pause einlegen, ab nächster Woche findet ihr uns aber ua. wieder auf dem Marktplatz.  Aktuelle Termine und Stände: https://cdu-dorsten.de/

3 Wochen

Tobias Stockhoff

Was wir von anderen Menschen und dem Staat erwarten – erfüllen wir diese Ansprüche eigentlich selbst?

Vorab: Es geht mir nicht um vernünftige Fragen, die ich jeden Tag erhalte. Es geht nicht gut gemeinte bzw. konstruktive Kritik. Es geht darum, dass Kritik heute immer aggressiver, egoistischer und selbstgerechter vorgetragen wird. Dass Forderungen aufgestellt werden, die kein Mensch und auch kein Staat jemals erfüllen können wird.

So wird aktuell in der Schullandschaft in Dorsten ein großes Rad gedreht. Übrigens, nicht, weil der Stadtrat, die Verwaltung oder der Bürgermeister Eltern oder Kinder ärgern wollen, sondern weil die Notwendigkeiten uns schlichtweg dazu zwingen:

1) In Dorsten werden statt 1200 Kinder pro Jahr nur noch 600 Kinder pro Jahr eingeschult.
2) Das Wahlverhalten hat sich komplett verändert. Während vor vier Jahrzehnten noch rund 40 % der Kinder eines Jahrganges die Hauptschule besuchten, waren es am Ende noch 15 % der Kinder eines Jahrganges.

Das all diese Veränderungen miteinander zusammenhängen, miteinander in Beziehung stehen und der Umzug der einen Schule bzw. deren Auslaufen die Grundlage für die Sanierung der anderen Schule ist, macht es noch einmal komplizierter.
Ich selbst habe den Kindergarten in einem anderen Stadtteil besucht – weil mein eigentlicher Kindergarten voll war. War eine Zeit aufgrund eines Umbaus in einer Art Notgruppe. War u. a. an der Grundschule in einer Containerklasse untergebracht. Habe zeitweise als Schüler des Petrinum Unterricht in der VHS gehabt, weil das Petrinum aus allen Nähten platzte. Und mein Studium schloss mit einer dreijährigen Dauerbaustelle im Betrieb mit viel Lärm und Staub ab – auch während meiner Diplomarbeitszeit.

Viele dürften von uns solche Erfahrungen während ihrer Kindergarten-, Schul- und Ausbildungs- oder Studienzeit gesammelt haben.

Ich verstehe, dass wir für unsere Kinder das Beste wollen. Optimale Lernbedingungen, schöne Räume, beste Betreuung und die neuste Ausstattung. Das will auch der Stadtrat, das will die Verwaltung und das will natürlich auch der Bürgermeister.

Aber seien wir ehrlich… In den letzten vier Jahrzehnten haben sich über 100 Millionen Euro Sanierungsbedarf angestaut. In den nächsten Jahren werden davon erstmals rund 20 Millionen beseitigt. Mit viel Anstrengungen der Schulgemeinden und der Verwaltung. Etwa drei- bis viermal so viel pro Jahr investiert, wie in der Vergangenheit. Da klappt nicht immer alles punktgenau.

Bereits am ersten Schultag nach den Ferien – nach einem Umzug von zwei Hauptschulen mit vielen hundert Schülern – haben sich einige Eltern, deren Kinder seit gestern den Schulstandort Marler Straße besuchen, in den Medien und bei Facebook empört geäußert. Man habe ihnen u. a. versprochen, dass beim Bezug der Gebäude und Mobilklassen an der Marler Straße alle Maßnahmen abgeschlossen seien. Das sei nicht der Fall.

Ich kann mehr als nachvollziehen, dass Eltern für ihre Kinder beste Lernbedingungen erfordern, die aktuelle Empörung ist allerdings kaum nachvollziehbar. Mitarbeiter des Schuldezernates haben sich gemeinsam mit mir am ersten Schultag an der Marler Straße selbst ein Bild vor Ort gemacht. Vor der Eröffnung der Neuen Schule Dorsten haben wir den Schulstandort Marler Straße angesehen, mit Lehrern und den beiden Schulleitern gesprochen sowie Reaktionen der Schülerinnen und Schüler entgegengenommen. Beide Schulleitungen haben uns gegenüber auf noch nicht komplett fertiggestellte Maßnahmen hingewiesen, aber gleichzeitig das hohe Engagement von allen beteiligten Lehrern, städtischen Mitarbeitern sowie Handwerkern gelobt. Am Montag findet das nächste Koordinationsgespräch mit beiden Schulleitungen sowie der Schulverwaltung und dem Gebäudemanagement statt.

Wegen Lieferschwierigkeiten konnten z. B. die Elektroheizkörper in einigen Klassen noch nicht montiert komplett werden, was angesichts sommerlicher Temperaturen aber zu ver-schmerzen sein dürfte. In Absprache mit beiden Schulleitungen wird der Einbau außerhalb der Schulzeit stattfinden. Auch andere Arbeiten – wie der Bodenbelag im Treppenhaus, die Endfertigung des Sonnenschutzes und der abschließende Fassadenanstrich im Bereich der großen Mobilklassen – sollen möglichst noch in dieser Woche beendet werden und dabei den Schulbetrieb nicht beeinträchtigen. Die angeblich fehlenden Fahrradständer sind bereits auf-gestellt, die Überarbeitung der Außenanlagen soll morgen abgeschlossen sein.

Insgesamt darf festgestellt werden, dass mehr als 95% der Arbeiten trotz einer mehr als angespannten Auftragslage des Handwerks fristgerecht abgeschlossen wurden. Auch an an-deren Schulen, so auch an der Neuen Schule Dorsten, finden noch Restarbeiten statt. Teil-weise fehlen noch Möbel aufgrund von Lieferengpässen bei den Herstellern.

Kennen wir diese Probleme nicht, wenn wir zu Hause renovieren?

Mussten wir da nicht manchmal ein paar Tage länger im Wohnzimmer oder im Keller schlafen, weil der Maler ein paar Tage später kam? Weil die Farbe noch zu stark stank?

War unser Ausweichquartier immer so schön, wie unser eigentliches Zimmer?

Besonders ungerecht empfinde ich dann immer die Kritik, die sich über Sperrungen, Lärm und Dreck empören, wenn denn endlich was getan wird.

Erst wird gemeckert, dass die Straße in einem so erbärmlichen Zustand ist.

Dann wird gemeckert, dass es bei der Sanierungen Sperrungen und Umleitungen gibt.

Erst wird gemeckert, dass die Gebäude in einem so schlechten Zustand sind.

Dann wird gemeckert, dass der Umbau im Bestand – den man nicht immer nur in den Ferien durchführen kann – Lärm und Dreck mit sich bringt.

Erst wird gemeckert, dass wir kein Breitband haben.
Dann wird gemeckert, dass die Straße dafür aufgerissen werden muss.

Wer saniert sein Haus, wer streicht sein Haus, wer zieht um, und es gibt für einen gewissen Zeitraum keine Beeinträchtigungen?
Es staubt nicht?
Es lärmt nicht?
Man kommt ohne Übergangslösungen aus?

Wohl kaum, wenn wir ehrlich zueinander sind.

Was erwarten wir vom Staat?

Dass die Asphaltmaschine über die Straße schwebt?

Dass bei Schulumbauten der Schlagbohrer ohne Lärm arbeitet?

Dass wir nur in der Nacht in unseren Schulen die Handwerker arbeiten lassen – selber aber natürlich in dieser Zeit schlafen möchten?

Dass wir teure Ersatzimmobilien während des Umbaus von Schulen und KiTas anmieten – obwohl wir bei der Sanierung des Häuschens oder der Wohnung auch im Keller schlafen?

Dass wir alle Schulen gleichzeitig sanieren – obwohl wir zu Hause im Regelfall auch jedes Jahr nur ein oder zwei Räume des Hauses sanieren?

Ein Stadtrat und eine Verwaltung müssen alle Interessen miteinander abwägen. Nicht dort helfen, wo am lautesten geschrien wird, sondern dort, wo es am notwendigsten ist. Und zwar mit dem Geld, dem Personal und den Handwerkerressourcen, die zur Verfügung stehen. Macht jede normale Familie im privaten Bereich nicht anders, behaupte ich.

Sowohl die Gesellschaft – und hier insbesondere Politik und Medien – müssen aufpassen, dass wir nicht die Individualinteressen in den Mittelpunkt unseres Handels und der Berichterstattung stellen.

Ich finde, wir sollten uns ab und an mal fragen, ob die Ansprüche, die wir an andere Menschen und an den Staat stellen, ob wir das von uns selbst auch einfordern? Dann sehen wir vielleicht manche Beeinträchtigung etwas entspannter…
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Was wir von anderen Menschen und dem Staat erwarten – erfüllen wir diese Ansprüche eigentlich selbst?  Vorab: Es geht mir nicht um vernünftige Fragen, die ich jeden Tag erhalte. Es geht nicht gut gemeinte bzw. konstruktive Kritik. Es geht darum, dass Kritik heute immer aggressiver, egoistischer und selbstgerechter vorgetragen wird. Dass Forderungen aufgestellt werden, die kein Mensch und auch kein Staat jemals erfüllen können wird.  So wird aktuell in der Schullandschaft in Dorsten ein großes Rad gedreht. Übrigens, nicht, weil der Stadtrat, die Verwaltung oder der Bürgermeister Eltern oder Kinder ärgern wollen, sondern weil die Notwendigkeiten uns schlichtweg dazu zwingen:  1) In Dorsten werden statt 1200 Kinder pro Jahr nur noch 600 Kinder pro Jahr eingeschult.
2) Das Wahlverhalten hat sich komplett verändert. Während vor vier Jahrzehnten noch rund 40 % der Kinder eines Jahrganges die Hauptschule besuchten, waren es am Ende noch 15 % der Kinder eines Jahrganges.  Das all diese Veränderungen miteinander zusammenhängen, miteinander in Beziehung stehen und der Umzug der einen Schule bzw. deren Auslaufen die Grundlage für die Sanierung der anderen Schule ist, macht es noch einmal komplizierter.
Ich selbst habe den Kindergarten in einem anderen Stadtteil besucht – weil mein eigentlicher Kindergarten voll war. War eine Zeit aufgrund eines Umbaus in einer Art Notgruppe. War u. a. an der Grundschule in einer Containerklasse untergebracht. Habe zeitweise als Schüler des Petrinum Unterricht in der VHS gehabt, weil das Petrinum aus allen Nähten platzte. Und mein Studium schloss mit einer dreijährigen Dauerbaustelle im Betrieb mit viel Lärm und Staub ab – auch während meiner Diplomarbeitszeit.  Viele dürften von uns solche Erfahrungen während ihrer Kindergarten-, Schul- und Ausbildungs- oder Studienzeit gesammelt haben.  Ich verstehe, dass wir für unsere Kinder das Beste wollen. Optimale Lernbedingungen, schöne Räume, beste Betreuung und die neuste Ausstattung. Das will auch der Stadtrat, das will die Verwaltung und das will natürlich auch der Bürgermeister.  Aber seien wir ehrlich… In den letzten vier Jahrzehnten haben sich über 100 Millionen Euro Sanierungsbedarf angestaut. In den nächsten Jahren werden davon erstmals rund 20 Millionen beseitigt. Mit viel Anstrengungen der Schulgemeinden und der Verwaltung. Etwa drei- bis viermal so viel pro Jahr investiert, wie in der Vergangenheit. Da klappt nicht immer alles punktgenau.  Bereits am ersten Schultag nach den Ferien – nach einem Umzug von zwei Hauptschulen mit vielen hundert Schülern –  haben sich einige Eltern, deren Kinder seit gestern den Schulstandort Marler Straße besuchen, in den Medien und bei Facebook empört geäußert. Man habe ihnen u. a. versprochen, dass beim Bezug der Gebäude und Mobilklassen an der Marler Straße alle Maßnahmen abgeschlossen seien. Das sei nicht der Fall.  Ich kann mehr als nachvollziehen, dass Eltern für ihre Kinder beste Lernbedingungen erfordern, die aktuelle Empörung ist allerdings kaum nachvollziehbar. Mitarbeiter des Schuldezernates haben sich gemeinsam mit mir am ersten Schultag an der Marler Straße selbst ein Bild vor Ort gemacht. Vor der Eröffnung der Neuen Schule Dorsten haben wir den Schulstandort Marler Straße angesehen, mit Lehrern und den beiden Schulleitern gesprochen sowie Reaktionen der Schülerinnen und Schüler entgegengenommen. Beide Schulleitungen haben uns gegenüber auf noch nicht komplett fertiggestellte Maßnahmen hingewiesen, aber gleichzeitig das hohe Engagement von allen beteiligten Lehrern, städtischen Mitarbeitern sowie Handwerkern gelobt. Am Montag findet das nächste Koordinationsgespräch mit beiden Schulleitungen sowie der Schulverwaltung und dem Gebäudemanagement statt.  Wegen Lieferschwierigkeiten konnten z. B. die Elektroheizkörper in einigen Klassen noch nicht montiert komplett werden, was angesichts sommerlicher Temperaturen aber zu ver-schmerzen sein dürfte. In Absprache mit beiden Schulleitungen wird der Einbau außerhalb der Schulzeit stattfinden. Auch andere Arbeiten – wie der Bodenbelag im Treppenhaus, die Endfertigung des Sonnenschutzes und der abschließende Fassadenanstrich im Bereich der großen Mobilklassen – sollen möglichst noch in dieser Woche beendet werden und dabei den Schulbetrieb nicht beeinträchtigen. Die angeblich fehlenden Fahrradständer sind bereits auf-gestellt, die Überarbeitung der Außenanlagen soll morgen abgeschlossen sein.  Insgesamt darf festgestellt werden, dass mehr als 95% der Arbeiten trotz einer mehr als angespannten Auftragslage des Handwerks fristgerecht abgeschlossen wurden. Auch an an-deren Schulen, so auch an der Neuen Schule Dorsten, finden noch Restarbeiten statt. Teil-weise fehlen noch Möbel aufgrund von Lieferengpässen bei den Herstellern.  Kennen wir diese Probleme nicht, wenn wir zu Hause renovieren?  Mussten wir da nicht manchmal ein paar Tage länger im Wohnzimmer oder im Keller schlafen, weil der Maler ein paar Tage später kam? Weil die Farbe noch zu stark stank?  War unser Ausweichquartier immer so schön, wie unser eigentliches Zimmer?  Besonders ungerecht empfinde ich dann immer die Kritik, die sich über Sperrungen, Lärm und Dreck empören, wenn denn endlich was getan wird.  Erst wird gemeckert, dass die Straße in einem so erbärmlichen Zustand ist.  Dann wird gemeckert, dass es bei der Sanierungen Sperrungen und Umleitungen gibt.  Erst wird gemeckert, dass die Gebäude in einem so schlechten Zustand sind.  Dann wird gemeckert, dass der Umbau im Bestand – den man nicht immer nur in den Ferien durchführen kann – Lärm und Dreck mit sich bringt.  Erst wird gemeckert, dass wir kein Breitband haben.
Dann wird gemeckert, dass die Straße dafür aufgerissen werden muss.  Wer saniert sein Haus, wer streicht sein Haus, wer zieht um, und es gibt für einen gewissen Zeitraum keine Beeinträchtigungen? 
Es staubt nicht? 
Es lärmt nicht?
 Man kommt ohne Übergangslösungen aus?  Wohl kaum, wenn wir ehrlich zueinander sind.  Was erwarten wir vom Staat?  Dass die Asphaltmaschine über die Straße schwebt?  Dass bei Schulumbauten der Schlagbohrer ohne Lärm arbeitet?  Dass wir nur in der Nacht in unseren Schulen die Handwerker arbeiten lassen – selber aber natürlich in dieser Zeit schlafen möchten?  Dass wir teure Ersatzimmobilien während des Umbaus von Schulen und KiTas anmieten – obwohl wir bei der Sanierung des Häuschens oder der Wohnung auch im Keller schlafen?  Dass wir alle Schulen gleichzeitig sanieren – obwohl wir zu Hause im Regelfall auch jedes Jahr nur ein oder zwei Räume des Hauses sanieren?  Ein Stadtrat und eine Verwaltung müssen alle Interessen miteinander abwägen. Nicht dort helfen, wo am lautesten geschrien wird, sondern dort, wo es am notwendigsten ist. Und zwar mit dem Geld, dem Personal und den Handwerkerressourcen, die zur Verfügung stehen. Macht jede normale Familie im privaten Bereich nicht anders, behaupte ich.  Sowohl die Gesellschaft – und hier insbesondere Politik und Medien – müssen aufpassen, dass wir nicht die Individualinteressen in den Mittelpunkt unseres Handels und der Berichterstattung stellen.  Ich finde, wir sollten uns ab und an mal fragen, ob die Ansprüche, die wir an andere Menschen und an den Staat stellen, ob wir das von uns selbst auch einfordern? Dann sehen wir vielleicht manche Beeinträchtigung etwas entspannter…

 

Kommentar auf Facebook

einige wahre Worte, aber trotzdem ist die Frage legitim, WARUM konnte es zu so einem "Renovierungsstau" kommen ???? z.B. Agathaschule am Vosskamp, dort bin ich aufgewachsen und dort gingen meine Kinder auch zur Grundschule, diese Schule kenne ich, auch von innen, seit mindestens 40 Jahren, wir Eltern haben auch dafür gesorgt, das u.a. mal Farbe an die Wände kam, das mit unserem Geld Kopierpapier gekauft wurde !!! die Klos war schon damals in teils erbärmlichen Zustand!! Was ist denn groß getan worden???? FAST nichts und nun??? wie ich es verstanden habe, wird die Schule abgerissen, weil die Sanierung zu teuer wird,,, und was ich nun lese, ist,,,, wir meckern alle zu viel,,,, 😉 😉 sorry, das ist mir zu kurz gesprungen, schön wäre, wenn mal Fehler zugegeben werden, wir hatten mit der Zeche und Stewing zwei große Arbeitgeber, die einiges an Steuern gezahlt haben, wo ist denn das Geld geblieben???? das WIR heute nicht mehr viel Geld haben ist ja unstrittig,,,, ,,,aber auch noch eins zum Schluss, natürlich wird bei Bauarbeiten zu viel gemeckert, das ist Fakt und das muss so nicht sein

Ich habe mit Interesse Ihre Stellungnahme, Herr Stockhoff, gelesen. Besser hätten Sie die Situation nicht darstellen und den Kritikern nicht antworten können. Ich stehe in vollem Umfange um im Detail dahinter. Meine Unterstützung und Vertrauen haben Sie, ich gehe davon aus, auch der Mehrzahl der Bürger.

Ich bin es leid dass mittlerweile in jeder Dorsten Gruppe fast auschließlich über Politik und Parteien gestritten wird. Vor allen Dingen regt mich der Stil auf in dem das passiert. Aber ich finde es gut dass ein Bürgermeister sich offen auf Facebook erklärt und sich der Diskussion stellt, bezüglich dem was er geschrieben hat. Und das meine ich unabhängig davon welcher Partei er angehört. Für mich zählt dass er sowas tut.

John F. Kennedy: „Don‘t ask what your country can do for you but ask what you can do for your country.“ Gilt auch für die Gemeinde

Danke für das sachliche Statement. Nur ein Austausch auf Augenhöhe bringt alle Beteiligten weiter und man sollte stets im Blick halten, dass man für Verbesserungen den ein oder anderen Drops schlucken muss. Nicht alles läuft immer wie geplant.

Puh .... da hat sich aber einer Luft gemacht. Und womit? Mit Recht. Denn ... ein Bürgermeister ist auch nur ein Mensch. Man muss seine Meinung nicht immer teilen, aber man kann sie sich anhören (lesen), innehalten .... nachDENKEN und bei Bedarf konstruktiv kommentieren.

Lieber Tobias! So eine Erklärung würde ich mir mal von unserem Bürgermeister wünschen. Aber Gladbeck ist weit weg. 😀

Danke für Deinen Kommentar. Vieles, was so einfach scheint, ist in Wirklichkeit äußerst vertrackt. Gerade, wenn man als Verwaltung unzählige Auflagen, Gesetze, Gutachten und Regeln einhalten muss. Was einerseits gut Gründe hat aber oft nur Kopfschütteln bei uns normalen Bürgern auslöst.

Danke für dieses ausführliche Statement. Das „zerhacken“ der Stadtverwaltung zehrt wirklich an den Nerven. Denn wie man es macht, es bleibt das Gefühl, es sei nie genug. Es wird viel gemeckert, oft auch zu recht! Es wird jedoch auch viel getan. Natürlich nicht immer für alle zufriedenstellend, wie soll das auch gehen? Ein wenig mehr Um-/Nachsicht würde uns allen gut tun. In vielerlei Hinsicht.

Lieber Tobias, du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht! Viele Dinge wären in unserer Stadt sicherlich wunderschön (ich nenne als Beispiel nur das Thema Freibad), aber leider ist niemand dafür bereit, höhere Grundsteuern zu bezahlen oder sich in anderer Form finanziell zu beteiligen. Dafür wird aber gemeckert und kritisiert ohne Ende. Liebe Dorstener, seht doch einfach mal das Positive in unserer Stadt im Vergleich mit vielen anderen Städten. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich ein Bürger dieser Stadt bin, auch wenn es sicherlich noch einiges zu verbessern gibt.

Es ist immer einfacher woanders einen Schuldigen zu suchen. Daher wird oft erst mal drauf los gemeckert ohne mal zu reflektieren. Auch hier bei uns in Heiligenhaus gibt es großen Renovierungsstau an allen Ecken und Kanten. Da ist Dorsten leider keine Ausnahme. Die aktuelle Politik ist in den seltensten Fällen für langfristige Missstände verantwortlich. Das sind in der Regel Resultate von fragwürdigen Entscheidungen der Vergangenheit. Auch ich erinnere mich noch gut an die Unterrichtsstunden in der VHS damals zu Petrinumzeiten. Wichtig ist, dass man jetzt Möglichkeiten findet konstruktiv die Probleme anzugehen. Viel Erfolg auf diesem Weg!!

Sehr gut formuliert und auf den Punkt gebracht. Ich erkenne viele Parallelen, lieber Kollege. Beste Grüße aus Senden!

Die Qualität konstruktiv und kontrovers kritisieren und diskutieren zu können, besteht darin dem Mangel oder dem Problem mit Lösungen oder Lösungsansätzen zu begegnen und nicht einfach ungefiltert rauszuballern, was alles Scheiße zu sein scheint. Selbstreflexion ist oft der Anfang, klarer zu sehen! Top Statement Herr Bürgermeister!

👏👏👏👏👏mehr muss man nicht sagen👍

Viele wahre Worte. Aber einiges an Kritik ist auch angebracht!

Ware Worte , darüber sollten einige Leute mal drüber nachdenken .

Wahre Worte und schön das du trotz alledem deine positive Sicht auf das alles behältst.

Super Statement Tobias 👍

Gutes Statement Herr Bürgermeister 👍🏻

👍

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